Zwei Minuten vor dem Abpfiff gelang den Kölner der überaus glückliche Siegtreffer. Schalke hatte dagegen seine Überzahl an Torchancen nicht genutzt.
Ein Lattenschuss von Neuser in der ersten Spielminute deutete bereits an, dass die Schalker die Punkte keinesfalls ohne erhebliche Gegenwehr beim Favoriten lassen wollten. Überraschenderweise dominierten die Gäste die Partie im ersten Durchgang, denn das Kölner Mittelfeld hatte einen ganz miesen Tag erwischt. Weber spielte im Aufbau schwach, Sörensen und Overath waren völlig von der Rolle, so dass es dem FC-Angriff an Nachschub mangelte. Dagegen arbeiteten Herrmann und Neuser (bis zur Pause) unentwegt und hatten ihr Kilometergeld redlich verdient. Nach Neuser Holztreffer hatten zweimal Herrmann und Kreuz vor der Pause das 1:0 auf dem Schlappen, während Köln bis zur Halbzeit nicht eine Torchance zuwege brachte.
Die Maßnahme, Thielen in die Mittelstürmerposition zu beordern und den blassen Sörensen nach Rechtsaußen zu ziehen, brachte endlich Schwung in den FC-Angriff. Nun ergaben sich auch einige Möglichkeiten, von denen Löhr in der 63. Minute eine zum 1:0 verwertete (nach einer Krauthausen-Ecke). Doch Schalke ließ nicht locker und glich durch eine feine Einzelleistung von Kreuz fünf Minuten später aus. Offener Schlagabtausch bestimmte die Endphase der Partie, wobei Sturm für Köln (Lattenkopfball) und Herrmann für S04 (knapp vorbei) das 2:1 nur um Zentimeter verfehlten. Der zuletzt eifrig mitangreifende Hansi Sturm drückte letztlich nach einem Pott-Freistoß zum schmeichelhaften Siegtreffer ein (88.), was die mindestens gleichwertigen Gäste natürlich besonders schmerzte.