Als großer Prüfstein - wie in der Vorsaison (1:1) - erwiesen sich die Saarländer für 96 nicht. Zu schwach spielte die Abwehr der Gäste.
Doch auch im Angriff blieben die Neunkircher - Ausnahme der schnelle Görts - zumeist harmlos. Das Vorhaben, wie in der Vorsaison beim letztjährigen Mitaufsteiger ein Unentschieden zu erreichen, wurde schnell zunichte gemacht. Hannovers Bester, Hans Siemensmeyer, traf bereits nach fünf Minuten mit einem indirekten Freistoß ins Schwarze und zwang die Gäste dazu, ihre massive Defensive zu lockern. Doch das 2:0, Siemensmeyer hatte bestens für Rodekamp vorbereitet (11.), warf die Borussen noch weiter zurück. Auch die Verletzung Heisers (24.), der danach kaum noch ins Spiel eingreifen konnte, aber auf dem Platz blieb, änderte nichts an der Dominanz der 96er. Die Achse Mittrowski-Siemensmeyer-Bandura hatte die Partie sicher im Griff. Rodekamp mit seinem zweiten Treffer (37.), nachdem Ertz einen Nix-Eckball unterlief, sowie das 4:0 durch Bandura, der per Flachschuss nach Vorarbeit von Nix und Rodekamp abgeklärt vollstreckte (45.), sorgten für den komfortablen Vorsprung zur Halbzeit.
Siemensmeyer hatte in der 50. Minute das 5:0 auf dem Fuß, doch allein vor Ertz schob der Regisseur die Kugel am Tor vorbei. Dafür köpfte der wahrlich nicht zu den längsten Spielern zählende Mittrowski nach einer Stunde per Kopfstoß. Die Neunkircher hatten im zweiten Durchgang durch Görts, Heiden und einem Steinwedel-Querschläger zwar Chancen zum Ehrentor, schenkten sich jedoch stattdessen das halbe Dutzend selber ein. Mittelläufer Leist war der Unglücksrabe, der, von Rodekamp bedrängt, den Ball ins eigene Netz spitzelte (89.).