Obgleich die Torhüter den Ball nicht einmal aus dem Netz holen mussten, boten die Kontrahenten einen flotten Kick, dem es einzig an Konzentration im Abschluss mangelte.
Auch in Stuttgart demonstrierten die Frankfurter ihr immer besser funktionierendes 4-2-4-System und machten den Schwaben das Leben schwer. Dennoch erspielten sich die Hausherren genügend Torchancen, um die Partie für sich zu entscheiden. Einzig - es fehlte ein Vollstrecker. Vor der Pause waren es Peters (2.) und Waldner (25.), die die besten Möglichkeiten vergaben. Doch auch Frankfurt war vorne punktuell gefährlich und hatte durch Huberts (16.) und ihrem nach dreimonatiger Verletzungspause stark auftrumpfenden Trimhold (43., Pfostenschuss) das 1:0 auf dem Fuß. Doch es gab mit Siebert und Reiner auf der einen, bzw. Grabowski, Sztani und Lotz auf der anderen Seite auch genügend Schwachpunkte in den Angriffsreihen.
Dafür standen beide Abwehrreihen mit mehr als soliden Leistungen im Fokus des Geschehens. Seibold, Sieloff und Huttary überragten beim VfB, während sich bei der Eintracht neben Tormann Kunter und dem überragenden Organisator Friedel Lutz die gesamte Viererabwehrkette als überaus standfest erwies. Indes hätte der antrittsstarke Waldner das Spiel auch im zweiten Durchgang nahezu im Alleingang entscheiden können (51., 62. und 79.). Auch dem im Mittelfeld erneut auftrumpfenden Arnold gelang nicht mehr als ein Holztreffer in der 76. Spielminute. 12:5 Ecken zeugten vom Übergewicht der Gastgeber, doch die Aussage von Coach Schwartz galt für beide Teams: “Wir hätten zwei Stunden spielen können und kein Tor erzielt.”