In den ersten beiden Bundesligaspielzeiten konnten sich die Kölner gegen die Eintracht daheim nicht durchsetzen. Fast hätte Torwart Kunter auch diesmal einen FC-Sieg verhindert.
Dabei war der erste Bundesligameister über weite Strecken der Begegnung deutlich dominierend, griff, von der vorzüglichen Regie Wolfgang Overaths geleitet, munter und selbstbewusst an, traf indes auf einen Mann zwischen den Torstangen, dessen Reaktionen verblüfften. Die Frankfurter konnten nur in den Viertelstunden zu Beginn und nach dem Seitenwechsel ernsthaft dagegenhalten, hatten in diesen Phasen auch die ein oder andere kleine Torchance.
Vor dem großartigen Keeper schwamm das Eintracht-Abwehr-Gefüge allerdings oft bedenklich. Da Friedel Lutz nicht alle Löcher stopfen konnte, kamen die Kölner Angreifer immer wieder zum Abschluss. Glücklos war besonders Thielen, der gefährlichste FC-Stürmer. Zwar mit der Nummer Sieben aufgelaufen, tatsächlich aber Sturmspitze, war er kaum zu bändigen, traf aber, wenn nicht auf Kunter, nur den Pfosten (67.). Nebenmann Löhr glänzte dagegen eher durch Unfähigkeit. Dreimal hätte er treffen müssen (45., 63., 64.), versagte aber jeweils. Lob erntete dagen Overath von Bundestrainer Schön, der vor allem durch seine wunderbaren, weiten Pässe über 20 bis 40 Meter, aber auch durch seine Einsatzfreude auffiel. Frankfurt wusste vorne nur in Person Grabowskis, selten auch Huberts, zu gefallen. Das Team war an diesem Tag allerdings weiter von einem Punktgewinn entfernt als das Ergebnis aussagt. Das stellte Pott per Handelfmeter sicher, den der unsichere Blusch verursachte (29.).