Stuttgart enttäuschte. Dass es trotzdem zum Sieg reichte, war dem Mittelstürmer der Borussen, Heinz Simmet, zu verdanken. Die junge Angreifer vergab hintereinander vier dicke Torchancen.
Doch die Saarländer begannen mit einer überzogenen Mauertaktik und beließen zumeist nur May und Simmet als Anspielpunkte in vorderster Linie. May setzte in den ersten Minuten mit zwei dicht vor das Tor gezogenen Eckstößen auch die aufregendsten Akzente der Anfangsminuten. Ein unhaltbarer Kopfballtorpedo Geigers in der achten Spielminute warf den destruktiven Plan der Neunkircher allerdings früh über den Haufen. Dennoch behielten die Gäste ihre Taktik im ersten Durchgang bei und brauchten die Kugel vor der Pause auch nicht ein zweites Mal aus dem Netz holen. Stuttgart spielte umständlich im Mittelfeld, unsicher in der Abwehr und - bis auf die agilen Oldies Waldner und Geiger - zahnlos im Angriff. Die wenigen Torchancen wurden zudem kläglich vergeben (u.a. Entenmann und Peters).
Neunkirchen hatte nach der Pause endlich geschnallt, dass gegen diesen harmlosen VfB mehr möglich war als nur Schadensbegrenzung. Was die junge Sturmspitze Simmet jedoch vors Visier bekam, wurde auch prompt versiebt. Vier Großchancen verpasste der Borusse zwischen der 51. und 80. Minute. Beim VfB tauschten Sieloff und Hoffmann die Positionen, ohne jedoch Entscheidendes zu bewirken. Hätte nicht Huttarys Hammer aus 25 Metern in der 79. Minute die Schwaben erlöst, wäre es noch enger geworden als es eh schon war. Schließlich hatten Simmet (80.) und May (83.) danach noch ihre Möglichkeiten. Übrig blieb ein ganz magerer VfB-Erfolg.