Bereits in den Vorjahren hatten die Borussen Probleme beim Saisonstart. Auch gegen den starken Aufsteiger aus Düsseldorf hielt die Serie.
Die Mutmaßung, ob der Europapokalsieger den Bundesliga-Neuling unterschätzt hätte, wurde zwar dementiert, doch dass die Gäste vom Rhein nach ihrer imposanten Regionalligasaison mit ihrem eingespielten Team kein leichter Gegner sein würden, mussten die unkonzentrierten Dortmunder nach der Partie einräumen. Düsseldorf hatte bestenfalls nach einem Remis geschielt, war nach dem doppelten Punktgewinn, den der schnelle Mittelstürmer Peter Meyer durch ein tolles Solo mit sicherem Abschluss zehn Minuten vor Schluss verwirklichte, mehr als zufrieden.
BVB-Coach musste, da Cyliax und Redder ausfielen, auf Geisler in der Verteidigung zurückgreifen, der sich indes als großer Unsicherheitsfaktor in der Deckung erwies. Da Kurrat, Trimhold und Wilhelm Sturm im Mittelfeld zudem einen Fehlpass an den Nächsten reihten, Helds Flanken Emmerich so gut wie nie erreichten und nur Libuda als Alleinunterhalter am rechten Flügel glänzte, wurde die Fortunen-Abwehr nur selten vor große Probleme gestellt. Düsseldorf hatte zudem mit Straus und Schult starke Verbinder aufgeboten, in Meyer eine ungemein bewegliche Sturmspitze und in Ersatzmann Schwarzbach einen verblüffend sicheren Rückhalt im Tor. Auf der Gegenseite halfen zudem Wessel und Peehs beim 1:0 durch Schult mit (65.), während der Ausgleich durch Helds Kopfball nach toller Flanke von Libuda fiel. Bei Meyers Siegtor waren dann Kurrat und Paul nicht auf Zack und schon war der erneute Fehlstart des hohen Favoriten einmal mehr perfekt.