Selten wussten die beiden Teams in ihren bisherigen Bundesligaaufeinandertreffen so zu überzeugen wie in dieser Partie. Speziell die Ex-KSC-Kicker Geisert und Reitgaßl wussten dabei auf Seiten der Pfälzer zu überzeugen.
Obwohl bei den Lauterern die Neuzugänge Ankovic, Kentschke, Rehhagel und Krauthun fehlten, lief das Spiel der Platzherren überaus rund. Im Mittelfeld dirigierte Kapitulski wie in besten Zeiten, während der lauffreudige Geisert und Reitgaßl mit seiner Gradlinigkeit die Schaniere vor und hinter Kapitulski bildeten. Die Spitzen Braner, Rummel und Wrenger (noch grippegeschwächt) ließen allerdings zuviele gute Chancen aus, so dass der KSC um eine höhere Niederlage herum kam.
Die frühe Führung durch Reitgaßl (3.), der eine erste Unsicherheit in der ohne Marx nicht immer sicheren KSC-Deckung sogleich nutzte, brachte die nötige Selbstsicherheit in die Reihen der Gastgeber. Dennoch spielten die Badener nach kurzer Schockphase überraschend gut mit. Die Angriffe der Gäste wurden jedoch zu behäbig vorgetragen, denn der neue Spielgestalter hielt den Ball meist zu lange und Christian Müller, aus Köln gekommen, fehlte noch die Bindung zu den Nebenleuten. Das 1:1 durch Zaczyk nach schönem Sekularac-Zuspiel war aber nicht unverdient (47.). Doch die Karlsruher bekamen ihren ehemaligen Mitspieler Geisert danach nicht mehr in den Griff. Sein Distanzschuss schlug in der 57. Minute unhaltbar für den guten Keßler ein und Rummel machte nach einem Braner-Eckball mit seinem 3:1 (81.) den Sack endgültig zu. Das unkomplizierte FCK-Spiel hatte obsiegt, doch genauso wichtig war, dass Schneider Sekularac im Verlauf der Partie immer besser beherrschte.