Nürnbergs Trainer Klaus Augenthaler konnte man bei seiner Feststellung am Ende der Begegnung nur zustimmen, dass sein Team das bisher beste Saisonspiel hinter sich hatte. Vom Start weg waren die Gastgeber dem technisch höher eingeschätzten Borussen-Team gegenüber gleichwertig. Es entwickelte sich ein auf beiden Seiten offensiv geführtes Spiel mit vielen Tormöglichkeiten und überwindbaren Abwehrreihen. Spätestens bei den gutpostierten Torhütern Kampa und Lehmann war jedoch Schluss mit den Angriffsbemühungen. Etliche Schüsse verfehlten aber auch knapp den Aluminiumkasten. Die 2. Halbzeit brachte gar noch eine Steigerung des bis dahin schon äußerst unterhaltsamen Spieles. Die Belohnung für die nicht enden wollenden Angriffsbemühungen des Clubs waren die Tore von Müller und Nikl. Eine Überraschung gegen die bisher so auswärtsstarken BVBler lag in der Luft. Doch ein Doppelschlag innerhalb von drei Minuten durch Ricken und Stevic riss Nürnberg schlagartig aus der Euphorie. Auch in der letzten Viertelstunde ging der Schlagabtausch auf hohem Niveau weiter. Ein Pfostenschuss von Ewerthon kurz vor Schluss hätte fast noch einen BVB-Sieg gebracht, der der Leistung des Clubs gegenüber aber nicht gerecht gewesen wäre.