Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Hamburger SV - VfB Stuttgart

Stuttgart weiter ohne Treffer

Auch der zweite Saisongegner war kein Freund des mutigen Offensivspiels. Diesmal aber fand der HSV das richtige Mittel. Eine neue Taktik führte zum sicheren Sieg.
Der Start in die Begegnung war ebenso mäßig, wie es beide Teams schon in der Vorwoche angedeutet hatten. Felix Magath versuchte es nach dem 0:0 gegen Köln mit neuem Sturm, doch Seitz und Ganea blieben genauso schwach wie Adhemar und Kuranyi zuvor. Tatsächlich war der VfB wohl diesmal zu grün, was auch die Stimmen nach dem Spiel zeigten. “Wir haben eine junge Elf und müssen Geduld haben”, sagte ein Krassimir Balakov, der selbst nicht der erhoffte Ruhepol sein konnte; Stig Töfting gewann fast jeden Zweikampf und setzte damit den Motor des Stuttgarter Spiels außer Kraft. Hamburg begann ebenfalls behäbig, steigerte sich aber nach der Pagelsdorfschen Pausenkopfwäsche beträchtlich. Vor allem Jörg Albertz, der seine 10-Millionen-Ablöse wie schon in Cottbus auch im ersten Durchgang nicht hatte rechtfertigen können, kam auf der linken Außenbahn nun richtig aus sich heraus und bildete mit Mahdavikia eine echte Flügelzange. Da Stuttgart nichts entgegenzusetzen hatte, fielen die Tore zwangsläufig. Albertz persönlich knallte auf Vorarbeit Hollerbachs den ersten Ball in die Maschen, um dann das zweite Tor auch noch vorzubereiten, ein strammer Linksschuss von Erik Meijer. Das 3-4-3 stand dem HSV am Ende erheblich besser zu Gesicht als der Versuch mit zwei Spitzen zu Beginn. Stuttgart allerdings blieb nicht ganz unbeteiligt. Ausgerechnet der alte Hase Balakov leitete den ersten Treffer mit einem schlimmen Fehlpass ein.