Dortmund dominierte das Derby von Beginn an. Doch das hatten die Schalker erwartet, die ihrerseits eine rein auf Konter angelegte Taktik bevorzugten, die sie von vornherein tief in der eigenen Hälfte stehen ließ. Früh griffen die Knappen das Aufbauspiel der Borussen an und engten die Angriffsbemühungen der Gastgeber entscheidend ein. Einer der seltenen Schalker Gegenzüge führte zum überraschenden 1:0 für die Gäste. Nach einer Lehmann-Fußabwehr lupfte Oude Kamphuis das Spielgerät aus weit über dreißig Metern über Freund und Feind hinweg ins verwaiste BVB-Tor. Die nachfolgenden Angriffe der Borussen waren zwar zahlreich, aber zu unorthodox und planlos. Zudem zerstörte Schalkes Defensive die BVB-Bemühungen oft schon im Keim. Ähnlich setzte sich das Spiel nach der Pause fort. Doch mit dem Unterschied, dass den Borussen nach fünf Minuten der Ausgleich durch ihren konstantesten Torjäger, Ewerthon, gelang. Trotz vielfältiger Torgelegenheiten, allesamt zu flüchtig vergeben (Koller, Amoroso) und einer durchgängigen Überlegenheit, vermochte der Tabellenführer den Schalker Riegel nicht mehr entscheidend zu knacken. S04 selbst brachte kaum noch Gegenattacken zustande, weil Sand und Asamoah und später Agali völlig stumpf blieben. Ein hart erkämpfter, etwas glücklicher Punkt für Schalke.