Wie erwartet begann das Spiel mit überlegenen Bayern. Mit einem frühen Tor hätte man schließlich gegen den unbequemen Tabellenletzten Kraft für die weiteren Aufgaben sparen können. Doch das Tor fiel nicht, die Begegnung verblasste, die Kölner kamen gar auf und hätten erstmals nach einer halben Stunde die Führung erzielen können. Auch die nächsten beiden Torchancen fanden vor dem Gehäuse Oliver Kahns statt. Voigt und Cullmann scheiterten an Bayerns Keeper sowie der Querlatte. Bis dahin spielten die Gastgeber enttäuschend, als ginge es in diesem Spiel nur noch um die "Goldene Ananas". Das änderte sich zuerst auch nicht durch die Hereinnahme des ansich quirligen Salihamidzic. Mit seinem Brasilianer Elber hatte der FCB jedoch wieder einen Mann dabei, der auch mal mit einer tollen Aktion ein Spiel kippen oder gar entscheiden kann. Seine Ballannahme, die kurze Drehung und der platzierte Schuss in lange Eck zum überraschenden 1:0 (64.) waren schlichtweg Weltklasse. Endlich setzten sich die Bayern auch in den Zweikämpfen stärker ein. Das 2:0 war dennoch ein Schiri-Geschenk. Zwar landete Santa Cruz nach einer Flanke auf dem Boden des Kölner Strafraums, aber wie, ob und überhaupt da ein Foul, Schubser oder Sonstwas vorher stattfand, konnte durch kein TV-Bild belegt werden. Das 2:0 war jedenfalls die Entscheidung. Der schöne Kopfball von Elber das Sahnehäubchen eines mehr als schmeichelhaften Erfolges des amtierenden Meisters. Für Köln ein in dieser Saison symptomatisches Spiel, das durch die eigene Abschlussschwäche entschieden wurde.