Bundesliga

Spieltag

Spielbericht VfL Wolfsburg - Hansa Rostock

Sensationeller Wölfe-Frühstart

Durfte sich endlich mal wieder bei den Torschützen eintragen lassen: Andrzej JuskowiakDurfte sich endlich mal wieder bei den Torschützen eintragen lassen: Andrzej Juskowiak

Ein Spiel für die Rekorde-Markierer. Drei Tore innerhalb der ersten acht Minuten wurden nur beim 4:1 (4:1) des 1. FC Köln gegen 1860 München am 21.02.1981 erreicht. Damals klappte diese Art von Frühstart mit drei Toren jedoch schon innerhalb von sechs Minuten. Und es war schon verwunderlich, wie offen die Rostocker Abwehr dem Wölfe-Angriffswirbel gegenüberstand. Doch die Tore waren allesamt gut herausgespielt und hätten auch "bessere" Deckungsformationen vor gewaltige Probleme gestellt. Schon beim 1:0 zeigte sich die wahre Kopfballstärke von Klimowicz und nicht die Schwäche von Gegenspieler Hill. Auch der Pass des am heutigen Tage kaum zu bremsenden Ponte auf Klimowicz vor dem 2:0 hätte wohl jede Bundesliga-Abwehr vor eine unlösbare Abwehraufgabe gestellt. DER ABWEHRMENSCH KANN NUN MAL NICHT ÜBERALL SEIN, LIEBE JEDES-TOR-IST-EIN-ABWEHRFEHLER-TV-MODERATOREN. Auch das 4:0 wurde trotz härtester Hansa-Gegenmaßnahmen erzielt. Erst rappelte sich der schon gefoulte Klimowicz in der rechten Strafraumhälfte wieder auf, passte halb im Liegen auf die Fünfmeterlinie und Juskowiak bugsierte das Leder nur mit Mühe aus kurzer Entfernung an den verzweifelt sich in die Flugbahn werfenden Rostocker, noch abgefälscht, ins Netz. Der Ponte-Schuss zum 3:0 war sowieso unhaltbar. Doch dann war Schluss. Nicht Schluss mit weiteren VfL-Chancen, doch es wurden im Spielverlauf immer weniger. Hansa bekam nach vorne gar nichts hin, und die Wolfsburger lieferten nicht mehr den Spielfluss der ersten halben Stunde ab, zumal die Auswechselungen dazu beitrugen. So ergab sich Hansa in sein Schicksal, verstand es aber doch, das Ergebnis zu halten, während die Wölfe ihr Soll halt etwas vorgezogen hatten und den Ehrgeiz im weiteren Spielverlauf dahinschmelzen ließen.