Bundesliga

Spieltag

Spielbericht TSV 1860 München - VfL Wolfsburg

Wölfe richten sich auf Abstiegskampf ein

Nach einem grandiosen Fehlstart hatten sich die Löwen in den letzten Spielen wieder stabilisiert. Der Anschluss ans Mittelfeld wurde erreicht, doch die Leistungen entsprachen noch nicht den Vorstellungen des Trainers. Die Wölfe konnten noch keinen Sieg in dieser Saison auf der Habenseite verzeichnen. Während die Medien schon um eine bevorstehende Entlassung von Trainer Wolfgang Wolf orakelten, kritisierten die VfL-Verantwortlichen vorwiegend das Auftreten der Spieler. Ein Trainingslager am Chiemsee sollte neuen Schwung auslösen. 1860 trat ohne die gesperrten Riseth und Dheedene sowie dem verletzten Mittelfeldstrategen Mykland an. Wolfsburg verzichtete auf die formschwachen Karhan und Petrov und zwangsläufig auf die angeschlagenen Thomsen und Ifejiagwa, die schon seit einigen Begegnungen in der Abwehr schmerzlich vermisst wurden. Mit dem Start in die Partie konnten die Sechziger zufrieden sein, denn bereits in der 5. Spielminute köpfte der Bulgare Borimirov nach einer Häßler-Flanke das 1:0 an dem überraschten Reitmeier gegen die Laufrichtung vorbei ins Netz. Auch im weiteren Spielverlauf zeigten sich die Gastgeber überlegener. Es wurden allerdings kaum zwingende Torchancen erspielt, denn die Wölfe standen im Abwehrzentrum sehr kompakt. Nach vorne war jedoch wenig Engagement des VfL festzustellen. Mit Petrov für Rische brachten die Niedersachsen neuen Schwung aus der Kabine. Erst ein Schuss aus 20 Metern knapp vorbei (47.) und dann ein 25m-Test für Keeper Jentsch, doch der lenkte den Ball um den Pfosten (51.). Der Wolfsburger Erfolg der neuen Aktivitäten brachte nahezu zwangsläufig den jetzt verdienten Ausgleich in der 67. Minute. Akonnor verwandelte aus kurzer Entfernung nach Vorlage von Rau. Lorant reagierte umgehend und hatte Glück. Der kurz zuvor eingewechselte Ex-Torschützenkönig Max liess mit seinem strammen Schuss Torhüter Reitmeier keine Abwehrchance. Der Ball schlug im langen Eck unhaltbar ein. Mit viel (zuviel) Einsatz drängten die Wölfe nun auf den Ausgleich. Torschütze Akonnor sammelte hintereinander Gelb und Gelb-Rot ein. Auch Abwehrcrack Biliskov musste kurz vor Ende des Spiels nach einer Roten Karte vom Platz. Einzig Madsens Kopfball (79.) brachte 1860 noch einmal in Gefahr. Doch der Ball landete neben dem Pfosten.
Fazit: Eine schwache Partie, in der die Münchener mit viel Glück drei Punkte einsammelten. Für die Wölfe war ab sofort die Saisonaufgabe klar: Drinbleiben als Ziel - mehr nicht.

Spielstatistik TSV 1860 München - VfL Wolfsburg

TSV 1860 München

-

VfL Wolfsburg

2:1 (1:0)

Bundesliga 2001/2002, 7. Spieltag
23.09.2001, 17:30 Uhr
Olympiastadion (München), 18.000 Zuschauer
Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne)
Tore
1:0 Daniel Borimirov 5. (Kopfball, Schroth)
1:1 Charles Akonnor 67. (Rechtsschuss, Rau)
2:1 Martin Max 75. (Rechtsschuss, Borimirov)
Karten 1860 München
Gelb für Daniel Bierofka
Gelb für Daniel Borimirov
Gelb für Paul Agostino
Karten Wolfsburg
Gelb für Frank Greiner
Gelb für Charles Akonnor
Gelb-Rot für Charles Akonnor (84.)
Rot für Marino Biliskov (90.)
Besondere Vorkommnisse: Fazit: Eine schwache Partie, in der die Münchener mit viel Glück drei Punkte einsammelten. Für die Wölfe war ab sofort die Saisonaufgabe klar: Drinbleiben als Ziel - mehr nicht.