Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Arminia Bielefeld - SV Werder Bremen

Ein Auftakt ganz nach Bielefelder Geschmack

An beiden Toren in der Schlussphase beteiligt: Massimiliano PorcelloAn beiden Toren in der Schlussphase beteiligt: Massimiliano Porcello

„Same procedure as last year“, möchte man in Anlehnung an das Motto einer wohlbekannten Boulevard-Komödie Bremens erneuten 0:3-Saisonauftakt betiteln. Nur, Werder stolperte auf der Bielefelder Alm nicht über einen konservierten Tigerschädel, sondern über einen engagierten Aufsteiger, der sich in der Schlussphase des Spiels sogar an die Tabellenspitze schoss.
Nach verhaltenem Beginn nutzte Bielefelds Abwehrspieler Bastian Reinhardt in der 16. Minute die erste echte Tormöglichkeit, den Ball per Kopfstoss im Bremer Kasten unterzubringen. Zuvor hatte der Ex-Werderaner Christoph Dabrowski mit einem Kopfball das Leder an den Pfosten gesetzt. Werder-Keeper Pascal Borel machte bei dem Versuch, den Ball aus der Gefahrenzone zu befördern eine unglückliche Figur und lenkte das Spielgerät lediglich an die Latte. Den Abpraller nutzte Reinhardt dann zur Führung. Werder erarbeitete bis zur Pause noch zwei Möglichkeiten (Charisteas und Ailton) um zum Ausgleich zu kommen, hatte andererseits aber auch Glück, dass Borel kurz vor dem Wechsel reaktionsschnell das mögliche 0:2 durch Ansgar Brinkmann verhinderte.
Im Laufe der zweiten Halbzeit zeigten die Gäste aus Bremen zwar mehr Einsatz, wählten dabei aber nicht die richtigen Mittel. Die Folge: Ernst flog nach Foul an Vata (52.) mit einer Gelb-Roten Karte versehen vom Platz. Tjikuzu sah kurz vor Schluss (90.) nach einer Notbremse den roten Karton. Unmittelbar zuvor hatte Wichniarek nach einem Konter das Spiel entschieden. Auf Vorlage von Porcello hatte er keine Mühe mehr, das Leder zum 2:0 im Netz unterzubringen. In der Nachspielzeit krönte Porcello mit einem 17-Meter-Freistosskracher die gute Leistung der Bielefelder. Der 3:0-Treffer machte die Arminia, bei der noch ausstehenden Partie 1860 München gegen Rostock, vorläufig zum Bundesliga-Tabellenführer. Cheerio, Mr. Möhlmann.