Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Hertha BSC - Bayer Leverkusen

Viel Wind um ein Remis

Traf mit Wind per Kopf: Arne FriedrichTraf mit Wind per Kopf: Arne Friedrich

Hertha spielte in der ersten Hälfte mit dem Wind bzw. Orkan. Eine Tatsache, die sich normal nur in unterklassigen Spielen auf das Spiel auswirkt. Doch im luftigen Olympiastadion bewirkte der Rückenwind zeitgleich eine vehemente Überlegenheit der "Alten Dame", die sich vor allem in reichlich Ecken niederschlug. Ecke Nr. 3 führte auch zum 1:0 durch Arne Friedrich, der zuletzt für die Nationalmannschaft leider ins eigene Tor getroffen hatte. Diesmal gelang ihm auf der richtigen Seite ein platzierter Kopfball, der Keeper Butt überwand. Bayer verstand es im ersten Durchgang nicht, ein eigenes Angriffsspiel aufzuziehen, wenn man von der Ausnahmesituation absieht, in der Neuville zehn Minuten vor dem Seitenwechsel eine Kopfballchance geradezu versemmelte.

Die beste Phase der Partie spielte sich in der ersten Viertelstunde nach dem Pausentee ab. Plötzlich wurde auf beiden Seiten intensivst die Möglichkeit nach Torchancen gesucht - und gefunden. Nachdem Hertha - trotz Gegenwind - einige Varianten der Lässigkeit im Abschluss ausprobiert hatte, waren die Leverkusener dran. Juan war es schließlich, der das Spielgerät bestmöglich in den Torwinkel jagte (55.). Schneider war so nett, ihm den Ball optimal vorzulegen. Doch mehr Rückenwind wollten die Gäste scheinbar nicht ausnutzen, denn nun verlegte sich das Team auf Absicherung des Remis. Die Hertha konnten sie gut in ihrem Vorwärtsdrang eingrenzen, da den Berlinern neben dem Wind auch das eigene Unvermögen am gekonnten Spielaufbau hinderlich wurde. Abschließend waren beide Trainer mit dem Unentschieden zufrieden und vergaßen nicht, den Wind zu erwähnen.