Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Hansa Rostock - VfB Stuttgart

Hansa und die Blutgrätschen

Traf trotz harter Tritte: Kevin KuranyiTraf trotz harter Tritte: Kevin Kuranyi

Obwohl es bereits nach vier Minuten 1:0 für Hansa Rostock stand - Prica hatte mehr unfreiwillig einen Rydlewicz-Freistoß ins Tor abgelenkt - entwickelten die Gastgeber kein ansehbares Spiel nach vorn, um eventuell nachzulegen. Dafür verzettelten sich die Hanseaten in Zweikämpfe, die nicht selten das zugelassene Maß überschritten. Zumindest erreichten die Gastgeber dadurch, dass sich die technisch beschlagene Stuttgarter Mannschaft nicht sonderlich entfalten konnte. Zwei Halbchancen durch Balakov und Kuranyi verblieben vor der Pause als einzige Ausbeute der Schwaben. Hansa hatte dagegen nicht eine Tormöglichkeit, weil das Team zu sehr mit dem Zertreten des VfB-Spielflusses beschäftigt war (vier Gelbe gab es immerhin dafür). Insgesamt blieb die erste Hälfte schlichtweg unansehnlich.

Mit Torjäger Ganea kam etwas zusätzlicher Schwung aus der Kabine und ins Stuttgarter Spiel. Sein Zuspiel quer durch den Hansa-Strafraum, gleich nach der Pause, vollendete Kuranyi zum angemessenen Ausgleich (46.). Doch wieder eskalierten Härte und ähnlicher Unfug: Salous Blutgrätsche gegen Mutzel bedeutete Rot (61.) - der Meira-Schubser gegen Meggle im Getümmel danach wurde merkwürdigerweise mit dem selben Karton geahndet. Was noch an Fußballspiel abgeliefert wurde, darf an dieser Stelle getrost verschwiegen werden, weil sich keine Szene mehr aufdrängte, kommentiert zu werden. Es verblieb ein Remis der eher hässlichen Art.