Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Hamburger SV - FC Energie Cottbus

75 Minuten Übergewicht reichten dem HSV nicht

Mit seinem Tor verhinderte Energie den fast sicheren HSV-Dreier: Andrzej JuskowiakMit seinem Tor verhinderte Energie den fast sicheren HSV-Dreier: Andrzej Juskowiak

Nach zuletzt überzeugenden Leistungen ging der HSV als eindeutiger Favorit in die Partie. Doch bereits in den ersten zehn Minuten zeigten die Cottbuser, dass sie nicht gewillt waren, die Punkte ohne Gegenwehr abzugeben. So gab es zwar einige Distanzschüsse (Mahdavikia und Kobylanski), doch die Torhüter Lenz und Pieckenhagen hatten einen guten Tag erwischt. Die stärkste Phase der Hamburger folgte mitte der ersten Hälfte, als beispielsweise die Chancen von Mahdavikia (13.), Romeo (22.) und Barbarez (34., an den Pfosten) vertan wurden. Kurz vor der Pause konterte Energie zweimal über Topic, doch beide Durchbrüche des schnellen Angreifers wurden von Pieckenhagen mit tollen Reflexen entschärft.

Was vor der Pause nicht gelang, klappte zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff. Mahdavikia flankte von rechts auf den zweiten Pfosten, wo Cardoso das Leder volley aufnahm und in die Maschen hämmerte. Und der HSV wollte unverzüglich nachlegen. Doch die teilweise richtig guten Einschussmöglichkeiten von Fukal (53.), Maltritz (56.), Barbarez (59.) und Romeo (65.) führten nicht zu einer Vergrößerung des Vorsprungs. Danach war allerdings die offensive HSV-Herrlichkeit vorbei. Unsicherheiten machten sich breit, was Fehler nach sich zog und Energie mutiger werden ließ. So gehörte mindestens die Schlussviertelstunde den aufmüpfig werdenden Lausitzern. Erste Schüsse konnte Pieckenhagen noch abwehren, doch in der letzten Minute war er machtlos, als Juskowiak eine scharfe Latoundji-Flanke verwertete. Zuletzt war der Ausgleich sogar noch verdient, weil es der HSV zuvor versäumte, sein Übergewicht in Zählbares umzusetzen.