Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Borussia Mönchengladbach - VfL Bochum

Gute Bochumer Moral

Stach als Joker: Peter GraulundStach als Joker: Peter Graulund

Nach vorsichtigem Einstieg setzte sich das über die Flügel angelegte Gladbacher Spiel eindeutiger durch. Zwei van Hout-Möglichkeiten (15. u. 17.) läuteten auch erste Ambitionen auf die zu vergebenen Punkte ein, fortgesetzt durch Felgenhauer (21.) und Witeczek (23.), die vor allem an dem gut aufgelegten Keeper Vander scheiterten. Bochum gelang vor der Pause kaum ein vernünftiger Gegenschlag, nimmt man einen Schuss von Christiansen aus, der knapp am Gladbacher Tor vorbeistrich (26.). Eine mittelprächtige Halbzeit ging ohne weitere Höhepunkt zuende.

Fast wäre dem Südafrikaner Buckley nach einem feinen Sololauf ein optimaler Start nach der Pause geglückt, doch Stiel rettete per Fußabwehr (49.). Umgehend übernahm Gladbach wieder die Regie auf dem Platz und setzte den VfL schwer unter Druck. Das Resultat war ein Doppelschlag, der durch Treffer von Demo (57.) und van Hout (60.) zum 2:0-Vorsprung für die Hausherren führte. Zwei schön herauskombinierte Tore, die das Geschehen auf dem Platz auch zahlenmäßig vernünftig wiedergaben. VfL-Coach Neururer reagierte umgehend und brachte mit Hashemian und Graulund zwei Angreifer ins Spiel, deren Tore (86. u. 90.) das kaum mehr mögliche Remis bedeuteten. Gladbach hatte sich nach dem 2:0 zurückgezogen und den Gästen das Feld überlassen. Deren Druck über die frischen Kräfte hebelte nicht nur bei den beiden späten Treffern die Gladbacher Abwehr aus, sondern zwang Keeper Stiel mehrmals zum Eingreifen. Ein etwas glücklicher Punktgewinn für die Bochumer, die allerdings in der Schlussphase auch eine ausgezeichnete Moral an den Tag legten.