Bundesliga

Spieltag

Spielbericht FC Bayern München - Hertha BSC

Hertha viel zu harmlos und defensiv

Matchwinner einer trostlosen Partie: Michael BallackMatchwinner einer trostlosen Partie: Michael Ballack

Sicherheitsfußball der eher unattraktiven Art beherrschte das Spielgeschehen in der ersten halben Stunde, die nahezu ohne Torszenen ablief. Also ein typisches "Spitzenspiel Marke 2002", wie es bereits viele gab, die das Attribut nicht ansatzweise verdienten. Verständlich, dass das Olympiastadion nicht ausverkauft war. Der absolut risikolose Kick wurde dann doch in der Viertelstunde vor der Pause von drei Ereignissen unterbrochen. Zuerst fiel ein Scholl-Kopfball aufs Tor von Kiraly (30.). Auf der Gegenseite traf Marcelinho nach einer schönen Einzellleistung nur den Pfosten (38.). Dann folgte das 1:0 durch Michael Ballack. Von Scholl bestmöglich rechts vor dem Strafraum eingesetzt, startete der FCB-Star ein kurzes Dribbling und ließ einen trockenen Linksschuss ins Eck ab (40.).

Nach dem Wechsel ergab sich wieder dasselbe Bild, wie in der Anfangsphase der Partie. Die Berliner spielten erschreckend harmlos nach vorne, blieben für die aufmerksamen Bayern-Abwehrspieler ausrechenbar. Doch auch die Gastgeber stocherten zäh und kontrolliert, ohne Überraschungseffekte vor sich hin. Das Resultat war ein Spiel zum Gähnen, unterbrochen durch einen schmeichelhaften Elfer für Bayern, als Schiri Jansen eine Rehmer-Attacke auf Santa Cruz für strafstoßwürdig erachtete. Ballack jagte das Leder zum 2:0 in die Maschen und durfte sich als Matchwinner feiern lassen (72.). Die Schlussphase geriet ähnlich dröge wie das bisherige Spiel und ließ die Frage offen, warum Hertha nur so verdammt zurückhaltend gegen einen FC Bayern auftrat, der über die gesamte Partie hinweg allenfalls bescheidenes Mittelmaß vorwies.