Bundesliga

Spieltag

Spielbericht 1. FC Nürnberg - Borussia Dortmund

Nürnberg verpasste den höheren Vorsprung

Seine Torflaute fand ihr Ende: Lars RickenSeine Torflaute fand ihr Ende: Lars Ricken

Auch in Nürnberg zeigte Borussia Dortmund vor allem zu Beginn Unsicherheiten im Deckungsverhalten. In der dritten Minute nutzte Jarolim nach einer Kombination mit Ciric die erste sich bietende Möglichkeit, indem er durch die Beine eines unentschlossenen Christian Wörns unhaltbar zur 1:0-Führung für den Club traf. Auch in der Folgezeit dominierte die Augenthaler-Elf, vergaß im spielerisch gefälligen Angriffswirbel allerdings den krönenden Abschluss. Erst nach einer guten Viertelstunde schaffte es der BVB, das Nürnberger Tor zu bedrohen (Heinrich). Doch die Gäste enttäuschten im ersten Durchgang, weil der Angriff völlig abgemeldet war und die Abwehr immer wieder Lücken aufwies. Dass der Club zur Pause nur 1:0 führte, lag an der bedenklichen Chancenverwertung (u.a. Müller und Jarolim) sowie einem mehrmals gut disponierten Keeper Jens Lehmann.

Mit Schäfer für Kampa (Bluterguss) im Tor starteten die Gastgeber in eine ruhigere, ausgeglichene Phase nach der Pause. Angespornt durch eine feinen Ricken-Treffer, der nach sehenswertem Ewerthon-Zuckerpass Kos stehen ließ und den Ball unter die Latte ins Tor hämmerte (54.), übernahm Dortmund das Zepter. Agressiveres Zweikampfverhalten und ein sich immens steigerndes Mittelfeld waren dafür ausschlaggebend. So kam der Führungstreffer des BVB ebensowenig überraschend, wie die Tatsache, dass dafür der das Borussen-Spiel belebende Ewerthon verantwortlich war. Reina hatte von rechts geflankt und der Brasilianer das unübersichtliche Strafraumgeschehen gedankenschnell genutzt (78.). Die unterhaltsame Endphase erbrachte zwar noch einige Möglichkeiten für beide Teams, aber keine Tore mehr.

Spielstatistik 1. FC Nürnberg - Borussia Dortmund