Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Hamburger SV - VfL Bochum

Wieder HSV-Punkteverlust in der Schlussminute

Torschütze und "Meckerfritze": Sergej BarbarezTorschütze und "Meckerfritze": Sergej Barbarez

Einige Tage zuvor im Pokal waren die Hamburger vergeblich gegen die Bochumer Abwehrwand gegenangerannt. Auch in dieser Auseinandersetzung taten sich die Gastgeber anfangs schwer. Bis zum 16er florierten die Kombinationen äußerst gefällig. Cardoso zentral, Benjamin links und Mahdavikia rechts waren dabei die wichtigsten Protagonisten. Wenn das Leder jedoch in Richtung Strafraumzentrale des VfL flog, zogen die Hanseaten fast durchweg den Kürzeren. Kalla, Fahrenholz & Co. behielten hier die Oberhand. Bochums einzige Chance in Hälfte eins vergab Meichelbeck, dessen Volleyschuss aus kurzer Entfernung von Pieckenhagen mit dem rechten Bein reflexartig abgewehrt wurde (11.). Der HSV hatte durch Cardoso kurz vor der Pause eine ähnliche klare Möglichkeit. Auch hier rettete der Keeper (Vander) mit dem Bein.

Wesentlich engagierter kamen die Gastgeber aus der Kabine. Nach zwei Halbchancen (Maltritz und Mahdavikia) war es Barbarez, dem das 1:0 gelang. Meichelbeck hatte vor dem Strafraum den Ball verloren, den sich der Bosnier gedankenschnell sicherte, zentral in den 16er eindrang und am herauslaufenden Vander vorbeischob (56.). Doch wiedereinmal legte sich der Hamburger Torjäger, dessen Vertrag frisch verlängert wurde, wegen einer Lappalie mit den Unparteiischen an und durfte mit Gelb-Rot im Gepäck in Richtung Kabine abtauchen (68.). Bochum wurde in Überzahl feldüberlegen, spielte jedoch keineswegs zwingend. Erst eine Colding-Flanke, diagonal durch den Strafraum fliegend, von Grauland mit der Brust gestoppt und mit rechts eingenetzt, brachte den Ausgleich (90.). Pech oder Unvermögen - das war für den HSV letztlich egal. Die zwei Punkte waren - wie gegen Cottbus - in der letzten Minute vertan.