Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Hertha BSC - VfL Wolfsburg

Herthas endgültiger Abschied von der Spitze

Riskierte Kopf und Kragen, traf aber zum Ausgleich: Kim MadsenRiskierte Kopf und Kragen, traf aber zum Ausgleich: Kim Madsen

Sicherheitsfußball - Marke: Unansehnlich - ärgerte die Zuschauer nahezu im gesamten ersten Durchgang. Wer die Ansprüche beider Seiten vor dem Spiel ernst genommen haben sollte, der dürfte sich wie im falschen Film gefühlt haben. Hertha wollte mit Macht endlich wieder ein Heimspiel gewinnen, während Wolfsburg nach vier Klatschen in Folge auswärts unbedingt einmal wieder zu punkten gedachte. Doch ein Fehlpassfestival ohne Torchancen hatten die Wenigsten in solch aufdringlicher Form erwartet. Die Ausnahme bildete das 1:0 durch Simunic, der eine Beinlich-Ecke einköpfte.

Als kurz nach der Pause Arne Friedrich mutterseelenallein vor Keeper Reitmaier auftauchte, abzog, der Schlussmann zu kurz abwehrte und Goor zum 2:0 abstaubte (47.), schien der GAU dieser Partie passiert zu sein, denn mit einem Aufbäumen der Wölfe rechnete zu diesem Zeitpunkt kaum jemand. Hertha dominierte nach dem "beruhigenden" Vorsprung auch noch eine Zeit lang. Mit dem Bulgaren Petrov kam allerdings ein spielstarker VfLer ins Match, der sogleich für Dampf sorgte. Alsbald setzte er bei einem Vorstoß per Flanke Maric ein, dessen Kopfball Kiraly noch abwehrte, doch Ponte köpfte freistehend aus kurzer Entfernung den Abpraller ein (57.). Warum sich Hertha nun total zurückzog, wird das Geheimnis des für dieses Spiel von der Trainerbank weggesperrten Hertha-Coaches Stevens bleiben, der per Funk seinen Assi Gehrke dirigierte. Wolfsburg bekam somit in der Schlussphase des weiterhin dürftigen Kicks zwei Großchancen. Zuerst misslang Kiraly ein Abschlag, rettete dennoch in Eins-zu-eins-Situation gegen Maric (82.). Als aber Verteidiger Madsen in der Nachspielzeit in eine Freistoß-Flanke von Munteanu hechtete und Kopf und Kragen riskierend den Ausgleich markierte, war der ungarische Torwart zum zweiten Mal geschlagen. Dass Madsen seine Faust spüren durfte und umgehend am Kopf genäht werden musste, dürfte die enttäuschten Berliner dabei weniger beruhigt haben. Die zwei Punkte waren nämlich inzwischen verdientermaßen futsch.

Spielstatistik Hertha BSC - VfL Wolfsburg