Bundesliga

Spieltag

Spielbericht SV Werder Bremen - Hamburger SV

Mittelmäßiges Derby und eine Ailton-Posse

Pieckenhagen half ihm bei seinem ersten Bundesligator: Holger WehlagePieckenhagen half ihm bei seinem ersten Bundesligator: Holger Wehlage

Werder ohne Ailton. Vor dem Bundesligaauftakt nahezu undenkbar. Trotzdem ließ Trainer Schaaf den zuletzt enttäuschenden, quengeligen Brasilianer auf der Bank, und sein neuer Angriff dankte es ihrem Coach bei beiden Treffern. Der Grieche Charisteas kam im linken Strafraumbereich ans Leder, zog mit einer Körperdrehung nach rechts an Hertzsch vorbei und schlenzte den Ball unhaltbar neben den Pfosten ins lange Eck (9.). Damit war das aktivere Team in Front, doch der HSV schlug zurück, denn Werder wurde in der Folgezeit zurückgedrängt und musste einige Chancen zulassen. Davon war ein Ujfalusi-Kopfball gegen Keeper Borel (20.) erfolgreich, weil der zugeordnete Charisteas nicht aufpasste. Im Rest der ersten Hälfte neutralisierten sich die beiden Teams auf eher schwachem Niveau.

Ähnlich ging es nach der Pause weiter, bis ein haltbarer Schuss von Wehlage (50., Vorlage Ailton-Ersatz Daun) dem uninteressanten Kick ein wenig Schwung verlieh, aber Pieckenhagen schlecht aussehen ließ. Werder hätte die Führung danach ausbauen können (Charisteas, Verlaat), während die Hamburger vorne meist ungefährlich blieben. Die weiterhin jedoch nicht sonderlich unterhaltsame Partie wäre fast doch noch 2:2 ausgegangen. Romeos Tor in der Neunzigsten fand indes keine Anerkennung. Eine Fehlentscheidung. Für diesen verpassten Punkt hatte der HSV jedoch insgesamt zu wenig getan. Ailton kam übrigens doch noch, vergab freistehend eine Chance, war noch mehr genervt und dürfte weiter Werder-Thema Nr. 1 bleiben.