Bundesliga

Spieltag

Spielbericht SV Werder Bremen - TSV 1860 München

Werders miese Chancenverwertung

Leitete mit seinem Treffer den Umschwung ein: Benjamin LauthLeitete mit seinem Treffer den Umschwung ein: Benjamin Lauth

Nach dem furiosen 4:1-Erfolg bei 1860 Tage zuvor im DFB-Pokal machte Werder da weiter, wo das Team in München aufgehört hatte. Der vielfältige, erfrischende Angriffsfußball hatte alles was das Herz begehrt, nur - die nicht wenigen sich ergebenden Chancen wurden teils leichfertig vertan, wobei sich die gesamte Bremer Offensivabteilung auszeichnete. Die Löwen kamen ihrerseits nur selten zu Entlastungsmaßnahmen und wurden nahezu die gesamte erste Hälfte von den Bremern in die Defensive gedrückt. Die späte 1:0-Führung für Werder war inzwischen mehr als überfällig und hochverdient. Ein Ecke von Banovic landete auf dem Kopf von Charisteas, dessen Weiterleitung Klasnic gekonnt per Fallrückzieher abschloss (45.). Angesichts der zahlreichen Werder-Chancen eine viel zu knappe Führung der Gastgeber zur Pause.

Nach dem Wechsel setzte sich das Spiel zwar mit weiteren Bremer Angriffen fort, doch das nächste Tor fiel auf der Gegenseite. Eine Weissenberger-Flanke wurde von Borel unterlaufen und Lauth traf per Drehschuss an vier Werder-Spielern vorbei ins Netz (53.). Fast wäre 1860 kurz danach sogar das 2:1 geglückt, doch Cerny visierte nach einem Verlaat-Fehler nur den Pfosten an. Weil die Werder-Angriffsmaschine nun gehörig stockte, neutralisierten sich die Teams in der Folgezeit im Mittelfeld. Vier dicke Möglichkeiten auf beiden Seiten zwischen der 79. und der 81. Minute brachten plötzlich wieder Farbe ins Spiel. Die fünfte Chance dieser Spielphase verwertete Borimirov nach einer Weissenberger-Ecke dann zum 2:1 für die Gäste (82.), als ihm das Spielgerät drei Meter vor dem Tor glücklich vor die Füße fiel. Werders letztes Aufbäumen war nicht mehr sonderlich zwingend, so dass die Münchener alle Punkte einpacken durften. Die Bremer scheiterten vor allem an ihrer miesen Chancenverwertung in der ersten Hälfte.