Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Hamburger SV - VfL Wolfsburg

Wölfe ohne Angriff

Machte in der Nachspielzeit den Sack zu: Collin BenjaminMachte in der Nachspielzeit den Sack zu: Collin Benjamin

Großartiges Selbstbewusstsein konnten die Wolfsburger in der Rückserie noch nicht auftanken, überließen somit den Hamburgern vom Start weg die Vorherrschaft auf dem Feld und konzentrierten sich auf eine kompakte Defensivarbeit. Anfangs fanden die Gastgeber zwar noch hier und da Lücken im Abwehrblock der Wölfe, doch Mahdavikia und Takahara nutzten ihre plötzlichen Freiräume nicht zu Toren. Im Mittelteil der ersten Hälfte neutralisierten sich die Teams, wobei vor allem die Offensivansätze der Gäste enttäuschten. Die nun vorwiegend von den VfLern in die Partie getragene Härte eskalierte in der 36. Minute, als sich Ponte für eine Hollerbach-Attacke revanchierte und emotional aufgewühlt den Platz verlassen musste. Prompt kam der HSV zum 1:0. Mahdavikia flankte von der rechten Seite und Cardoso lupfte das Kunstleder per Kopf über den nur verhalten reagierenden Keeper Reitmaier hinweg ins lange Eck.

Die Chance, den Vorsprung gleich nach der Pause zu erhöhen, vergaben die Hamburger durch Maltritz und Cardoso. Danach beherrschte die Wölfe-Defensive den HSV-Angriff wieder eindeutig. Viel Stückwerk im Mittelfeld, kaum Torraumszenen und starke Abwehrreihen prägten die langweilige Partie über weite Strecken der zweiten Hälfte. Erst in den letzten Minuten gab es noch ein paar Aufreger. Franz musste mit ausgekugelter Schulter vom Platz und konnte nicht mehr ersetzt werden, da das VfL-Wechselkontingent bereits erschöpft war. Nachdem Barbarez (81.) und Meijer (87.) zwei gute Möglichkeiten ausgelassen hatten, holten sich Maric (89.) die Gelb-Rote Karte und in der Nachspielzeit das ganze, auf acht Mann reduzierte Wölfe-Rudel als Beigabe auch noch das 0:2 durch Benjamin ab, der, ins von Reitmaier nach einer Abwehraktion verlassene Tor, ungehindert einschob. Ein verdienter HSV-Sieg, weil die Gäste im Angriff völlig versagten.