Bundesliga

Spieltag

Spielbericht 1. FC Nürnberg - VfL Wolfsburg

Späte Bestrafung für den frühen Club-Rückzug

Eiskalter Vollstrecker in der Nachspielzeit: Tomislav MaricEiskalter Vollstrecker in der Nachspielzeit: Tomislav Maric

Während von den beiden zuletzt arg verunsicherten Klubs die Nürnberger einen guten Start hinlegten, lief der Ball nur sehr holprig durch die Reihen der mit mehrfachem Ersatz aufgelaufenen Wölfe. Abschlussschwächen und der aufmerksame Keeper Reitmaier bewahrten die Gäste in der ersten Viertelstunde vor einem Rückstand. Danach hatten sich auch die Niedersachsen spielerisch gefangen und es entwickelte sich eine flotte Partie mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Das 1:0 für den Club fiel indes durch einen schmeichelhaften Foulelfmeter, wobei sich Thiam und der angreifende Popovic zwar etwas touchierten, doch wie Fallobst fiel nur der Clubberer. Lars Müller verwandelte flach ins Eck (25.). Vor der Pause drängte der VfL zwar auf den Ausgleich, doch mit Mitteln, denen jegliche Kreativität im Angriff abging.

Das Gesamtbild änderte sich nach dem Pausentee unwesentlich - mit der Ausnahme, dass das Niveau nach einigen wenigen spannenden Szenen vor beiden Toren merklich nachließ. Wolfsburg blieb zwar weiterhin feldüberlegen und Nürnberg konterte im Ansatz nicht schlecht, doch die interessanten Torraumaktionen fanden nicht stand. Es häuften sich also einerseits die Fehlpässe bei den Gästen und die Augenthaler-Truppe versuchte andererseits das 1:0 über die Zeit zu retten. Eine kleine Unachtsamkeit von Kos kurz vor dem Abpfiff vereitelte jedoch die Club-Berechnungen, weil Maric gedankenschnell schaltete und in der Nachspielzeit trocken ins untere Toreck traf. Zwar spät, aber vollauf verdient.