Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Hamburger SV - FC Schalke 04

Erst gegen neun Schalker setzte sich der schwache HSV durch

Seine zwei Tore hellten die trübe Partie wenigstens etwas auf: Bernado RomeoSeine zwei Tore hellten die trübe Partie wenigstens etwas auf: Bernado Romeo

Verwunderlicherweise kam die verletzungsbedingte Rumpftruppe aus Schalke wesentlich besser in die Begegnung als der umständlich agierende HSV. Sand hatte die Führung in der 7. Minute auf dem Schlappen, fand jedoch in dem aufmerksamen Pieckenhagen seinen Meister. Wenig durchdachte Spielzüge prägten die Partie in der Folgezeit und zerrissen das Niveau. Nachdem die uneinigen Barbarez, Mahdavikia und Romeo die erste HSV-Chance vertändelten (22.), gelang den Gastgebern wenig erbauliche sieben Minuten später doch das 1:0. Cardosos Freistoß landete auf dem Kopf von Barbarez, dessen Weiterleitung Romeo eiskalt verwertete. Auch nach diesem Treffer rafften sich die Kicker nicht zu besseren Leistungen auf und erzwangen vor der Pause keine brisante Torszene mehr.

Zwei Abwehrfehler der Gäste hätten die Partie bereits kurz nach dem Wiederanpfiff entscheiden können. Romeo (48.) und Mahdavikia (51.) mussten sich jedoch den Reflexen von Keeper Rost beugen. Unerwartet fiel der Ausgleich von van Hoogdalem, der es einfach mal von der Strafraumgrenze aus per Direktabnahme versuchte und zur Verwunderung aller Beobachter ins lange Eck traf (57.). Damit war die Herrlichkeit jedoch schon wieder vorbei und die ruppige Phase der Partie begann. Zuerst erwischte es Poulsen (72.), der mit einem Ganzkörper-Bodycheck brillierte; dann holte sich Matellan Rot ab, weil er Meijer - der Ball war längst nicht mehr am Tatort - unsanft niederstreckte (84.). Zu neunt hatten die Knappen nun ganz schlechte Karten, was selbst ein bis dato äußerst schwacher HSV auszunutzen verstand. Ein Takahara-Kopfball nach schöner Barbarez-Vorarbeit (87.) und ein Romeo-Konter, der im vom mitstürmenden Keeper Rost verlassenen Gehäuse endete, schraubten das Ergebnis auf 3:1 hoch. Schalke schlug sich somit nahezu selbst, denn allein hätten es die schwachen Hamburger an diesem Tag wohl nicht geschafft.