Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Hamburger SV - 1. FC Nürnberg

Nürnbergs glanzlose Abschiedstour setzte sich fort

Vollstrecker, Vorbereiter und bester Mann auf dem Platz: Mehdi MahdavikiaVollstrecker, Vorbereiter und bester Mann auf dem Platz: Mehdi Mahdavikia

Fahrlässig gingen die haushoch überlegenen Hamburger mit ihren Tormöglichkeiten eine halbe Stunde lang um. Der Club hatte dem Druck der Hanseaten von Beginn an kaum etwas entgegenzusetzen, denn der Angriff glänzte durch Harmlosigkeit und im Mittelfeld fehlte die gesperrte Verbindungsstelle Jarolim, von Müller nur dürftig ersetzt. In der 36. Minute war der Bann dann gebrochen, weil der von Mahdavikia getretene Freistoß aus dem halblinken Strafraumvorfeld den zu wenig beachteten Fukal erreichte, der mit einem platzierten Kopfball Kampa ohne Chance ließ. Auch das 2:0 durch Romeos Schuss aus der Drehung, nach feinem Ledesma-Zuspiel (44.), war ein Resultat des Einbahnstraßenfußballs, der sich vor der Pause noch intensiviert hatte.

Nach dem Wechsel hatte man kurzfristig das Gefühl, als wollten sich die Nürnberger doch nicht in ihr Schicksal ergeben. Zwei, drei klägliche Club-Angriffsversuche und etwas Spiel-Leerlauf später übernahmen die Hamburger allerdings wieder die Kontrolle und legten zum 3:0 nach. Hollerbachs Flanke erreichte ausgerechnet der 1,72m-Quirl Mahdavikia per Kopf und Kampa war erneut chancenlos (55.). Es wäre müßig, die weiteren, folgenlosen HSV-Angriffe aufzuzählen, in denen es nur darum ging, in welcher Form die HSV-Angreifer (Barbarez!) die Chancen versiebten oder ob Kampa eine tolle Parade zeigte. Die Club-Feldspieler kickten jedenfalls so, als wären sie bereits abgestiegen. Selbst nach dem 4:0 durch Takahara (76.), der ebenfalls völlig frei einnicken konnte, blieb die Einseitigkeit der Partie ungebrochen. Nur, es fiel bei Nürnbergs vorläufiger Bundesligaabschiedsvorstellung in Hamburg kein Tor mehr.