Bundesliga

Spieltag

Spielbericht 1. FC Nürnberg - TSV 1860 München

Club-Rettung nur noch theoretischer Art

Bewährte sich als optimaler Konterstürmer: Benjamin LauthBewährte sich als optimaler Konterstürmer: Benjamin Lauth

Ein Start nach Maß für die seit dieser Woche von Wolfgang Wolf gecoachten Clubberer: Jarolim setzte Müller am linken Flügel ein, dessen Flanke der sträflich allein gelassene Driller nach 38 Sekunden unbedrängt einnetzte. Danach übernahmen zwar die Sechziger die Initiative, doch Costa scheiterte nach fünf Minuten an Kampa und damit wurden Torszenen Mangelware. Nürnberg spielte zu ungenau nach vorne und auch die Löwen blieben offensiv ideenlos und fahrig. Der wenig bundesligareife Kick mogelte sich somit ereignislos durch die erste Hälfte und brachte außer belanglosem Mittelfeldgetue nur noch eine Möglichkeit für Schroth hervor, dem Kos jedoch gerade noch rechtzeitig in die Parade fuhr (38.).

Etwas aufregender entwickelte sich der zweite Durchgang, weil 1860 mehr wagte und Druck entwickelte. Der Club hielt jedoch dagegen und das Spiel wurde abwechslungsreicher. Ein öffnender Pass von Cerny bereitete den Ausgleich vor. Lauth rannte allein auf Kampa zu und vollstreckte mit einem wuchtigen Schuss in die Maschen (56.). Doch die Münchener dezminierten sich kurz darauf, weil Costa unnötig die Sense herausholte (59.) und sinnigerweise Rot sah. Nürnberg drückte in der Folgezeit sein personelles Übergewicht in einigen Halbchancen aus, lief aber in einen folgenschweren Konter der Gäste. Wieder war Lauth "auf die Reise" geschickt worden (der eingewechselte Häßler bewies hierbei seine Klasse). Gegen den clever angelupften Abschluss blieb Kampa erneut ohne Chance (73.). In der Endphase bewies der Club zwar Moral und griff eifrig und kampfstark an, doch in der Spitze gelang nicht der entscheidende Durchbruch. Somit versetzte 1860 dem Club den wohl entscheidenden Stoß in Richtung 2. Liga, auch wenn eine rein theoretische Rettungsmöglichkeit vor den letzten drei Spielen verblieb.