Bundesliga

Spieltag

Spielbericht TSV 1860 München - FC Energie Cottbus

Cottbus ohne Energie auf Abschiedstournee

Traf nach längerer Durststrecke gegen Energie zwei Mal: Markus SchrothTraf nach längerer Durststrecke gegen Energie zwei Mal: Markus Schroth

Ohne viel Federlesen suchte 1860 sein Heil sogleich in der Offensive. Als nach einem Trikotzupfer Shao den fälligen Freistoß (Standort: halbrechts vor dem Strafraum) über die Mauer zirkelte und der zukünftige Keeper der Löwen, André Lenz, das Leder nicht mehr rechtzeitig erreichte, stand es bereits 1:0 für die Löwen (5.). Lauth hätte kurz darauf bereits erhöhen können, doch der junge Nationalstürmer vergab überhastet. Danach blieb das Spiel eine knappe halbe Stunde in übersichtlichen Bahnen. 1860 bestimmte die Partie, machte aber kaum Druck. Cottbus blieb völlig harmlos, weil der Angriff gänzlich abgemeldet war. Über Shao und Tyce leiteten die Gastgeber dann das nächste Tor ein. Lauth hatte Tyces Flanke vor dem 16er kurz abprallen lassen, Schroth nahm das Leder per Drehschuss auf und traf unhaltbar in lange Eck (33.). Da Energie auch weiterhin nichts zu bestellen hatte, ging es mit diesem Spielstand in die Kabinen.

Die Lausitzer absolvierten auch im zweiten Durchgang Arbeit nach Vorschrift, hatten nur einen Torschuss im ganzen Spiel zu verzeichnen. Mit dem sicheren Vorsprung im Rücken taten die Sechziger nach dem Wechsel indes auch nur noch das Nötigste, kamen allerdings noch zum 3:0 durch Schroth. Ein Häßler-Freistoß von rechts auf den zweiten Pfosten bugsierte der Münchener Stürmer, halb mit dem Knie - halb mit dem Oberkörper, als kleine Bogenlampe ins Netz (66.). Mit diesem Treffer verabschiedeten sich beide Teams von weiteren ernst zu nehmenden Angriffsaktionen und ließen den Ball in unwichtigen Regionen rotieren. Cottbus war nach dem 0:3 auch rechnerisch nicht mehr vor dem Abstieg zu retten, während den Sechzigern nur die Chance auf den UI-Cup verblieb.