Nach den Abschiedsformalitäten für Möller und Wilmots begann eine Partie, die von den Spielplan-Entwicklern als ein Highlight des letzten Spieltages geplant war, aber praktisch bedeutungslos war. Bayern kam zu Beginn besser in die Begegnung und drängte die Gastgeber dank Zweikampf-Engagement und überlegener Technik in die Defensive. Torchancen blieben jedoch Mangelware, denn S04 konzentrierte sich darauf, Torjäger Elbers Kreise einzuengen und tat gut daran, denn dessen Mitspieler suchten den Brasilianer, um ihn mit Vorlagen (Torjägerkrone winkte) zu füttern. Schalke stellte sich im weiteren Verlauf also immer besser auf die Gäste ein, weil aber selbst offensiv kaum etwas gelang, sank das Spielniveau beträchtlich. Da störte eigentlich nur das völlig überraschende 1:0 für die Gastgeber. Van Kerckhoven hatte sich am linken Flügel durchgesetzt, fein nach innen geflankt und nach einer Mpenza-Verlängerung Oude Kamphuis am zweiten Pfosten erreicht, dessen von Lizarazu abgefälschter Ball unhaltbar für Kahn im Netz landete (38.).
Bayern übernahm nach dem Wechsel erneut die Initiative, doch es dauerte bis zur 65. Minute, ehe Pizarro und Jeremies kurz hintereinander an Torwart Rost und der Latte scheiterten. Mehr Highlights gab es allerdings nicht. Langeweile prägte die Partie, weil die Teams vor allem in der Offensive fehlerhaft agierten und der letzte Einsatz vermißt wurde. Schalke lavierte also den knappen Vorsprung über die Zeit und erreichte nach einer enttäuschenden Saison nur einen UI-Cup-Platz. Meister Bayern tat am letzten Spieltag zuwenig, um die Niederlage zu vermeiden.