Bundesliga

Spieltag

Spielbericht FC Energie Cottbus - SV Werder Bremen

Ein schlechter, aber immerhin kurioser Kick

Flankte so platziert, dass Piplica zum Eigentor genötigt wurde: Krisztian LisztesFlankte so platziert, dass Piplica zum Eigentor genötigt wurde: Krisztian Lisztes

Merkwürdigerweise trafen zwei Mannschaften aufeinander, die sich beide hinten reinstellen wollten, um auf Konter zu warten. Das Resultat aus diesen beidseitigen Anliegen war, dass Risikofreude, Ideenreichtum und Tempo im gesamten ersten Spielabschnitt absolut auf der Strecke blieben. Torchancen ergaben sich nur aus Abwehrfehlern, wobei sich die Torhüter besonders hervortaten, denn bei Piplica und Borel lief es im Herausrennen wenig rund. Die Schnitzer der beiden waren allerdings so unberechenbar, dass selbst die gegnerischen Sturmreihen nicht vernünftig reagieren konnten. Halbzeitstand in der öden Partie war somit ein torloses Remis.

Leider ging der Kick nach dem Pausentee ersteinmal so weiter. In der 51. Minute der kuriose Höhepunkt des langweiligen Events. Lisztes flankte vom rechten Flügel in Höhe des Fünfmeterraumes. Piplica kam zwecks Abwehrschlag aus seinem Kasten herausgeschossen, war jedoch etwas zu flink und somit zu weit ins Feld geraten, weil er sich beim Tempo gehörig verschätzt hatte. Im Fliegen versuchte er noch den Ball mit der linken Fußspitze aus der Gefahrenzone zu befördern (wahrscheinlich zur Ecke), erwischte das platziert geschlagene Leder jedoch nur in soweit, dass es mit vehementer Wucht im eigenen Netz landete. Den meisten Besuchern im Stadion war wohl bereits zu diesem Zeitpunkt klar, dass das Spiel mit dieser Aktion entschieden war. Solch eine Mutmaßung bewahrheitete sich zum Entsetzen der Energie-Fans, denn Werder machte hinten nun endgültig dicht und die Geyer-Elf zeigte das wahre Ausmaß ihres Offensivdilemmas. Ein armseliges, aber immerhin kurioses Spiel.