Bundesliga

Spieltag

Spielbericht VfL Wolfsburg - 1. FC Nürnberg

Spiel auf den Kopf gestellt

Ärgerte seine Ex-Kollegen: Dusan PetkovicÄrgerte seine Ex-Kollegen: Dusan Petkovic

Nach ereignislosen zehn Einstiegsminuten drehte der VfL gehörig auf und erspielte sich eine Reihe vorzüglichster Einschussmöglichkeiten. Club-Torhüter Kampa musste in dieser Phase immer wieder Unzulänglichkeiten seiner Vorderleute ausbügeln und zeigte sich in exzellenter Form. Auf der Gegenseite kam es nur selten zu ähnlichen Szenen, weil die Wölfe-Abwehr weit weniger zuließ. Die Partie war insgesamt unterhaltsam, weil sich die Gäste im Verlauf der ersten Hälfte immer besser behaupteten, ohne das Übergewicht der etwas nachlassenden Wolfsburger gänzlich zu durchbrechen.

Über die Außen Ponte und Petrov erzeugten die Gastgeber auch nach der Pause sogleich wieder Aufregungen vor Kampas Hütte. Petrov und Akonnor scheiterten aussichtsreich. Plötzlich stand es jedoch 0:1: Lars Müller hatte über links in den Strafraum geflankt, wo sich Verteidiger Sanneh am höchsten schraubte und ins lange Eck traf (65.). Bevor sich Wolfsburg wieder zum Gegenschlag formieren konnte, brach der Club erneut durch. Jarolim wurde dabei von Reitmaier im Strafraum gefoult und erhielt einen berechtigten Strafstoß. Petkovic verwandelte zwar erst im Nachschuss, doch das Spiel war auf den Kopf gestellt (68.). Trotz Neueinwechselungen und weiterer stürmischer Angriffe gelang es den Wölfen auch in den über 20 Restminuten nicht mehr, die Deckung der Nürnberger zählbar zu überwinden - die Überraschung war perfekt.

Spielstatistik VfL Wolfsburg - 1. FC Nürnberg

VfL Wolfsburg

-

1. FC Nürnberg

0:2 (0:0)

Bundesliga 2002/2003, 6. Spieltag
21.09.2002, 15:30 Uhr
12.400 Zuschauer
Schiedsrichter: Herbert Fandel (Kyllburg)
Tore
0:1 Anthony Sanneh 65. (Kopfball, Müller)
0:2 Dusan Petkovic 68. (Elfmeter-Nachschuss)
Karten Wolfsburg
Gelb für Stefan Schnoor
Gelb für Claus Reitmaier
Gelb für Stefan Effenberg
Karten Nürnberg
Gelb für Cacau
Besondere Vorkommnisse: Petkovic verschießt Foulelfmeter (68.) - Reitmaier hält