Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Hamburger SV - VfB Stuttgart

Vom offenen Schlagabtausch in den Langweiler

Erzielte in Gerd Müller-Manier den Siegtreffer: Bernado RomeoErzielte in Gerd Müller-Manier den Siegtreffer: Bernado Romeo

Hätten die beiden Teams so weitergemacht, wie in den ersten 25 Minuten, wäre die Begegnung wahrscheinlich in die Bundesliga-Analen eingegangen. Der offenen Schlagabtausch begann mit einem schönen Seitz-Treffer, der die glänzende Hleb-Hereingabe in der 9. Minute direkt versenkte. Fünf Minuten später schlugen die Hamburger bereits zurück. Marques hatten einen aufgesprungenen Ball unterlaufen, was Romeo zum Alleingang mit krachendem Abschluss unter die Querlatte nutzte (14.). Der HSV blieb energisch in der Vorwärtsbewegung und wurde neun Minuten später belohnt. Eine Fukal-Flanke erreichte der sprungstarke Barbarez und köpfte unhaltbar zum 2:1 für die Gastgeber ein. Umgehend hielt der VfB dagegen. Kuranyi legte auf Hleb ab, der mit einem unheimlichen Pfund in den Torwinkel traf (25.). Danach schienen die Kontrahenten allerdings ihr Pulver verschossen zu haben. Mit vorsichtiger Spielweise ging die Partie in die Kabine...

...und kam gleichermaßen wieder aus der Pause. Das anfangs noch gepflegte Risiko-Spiel hatte sich in einen Sicherheitskick verwandelt, in dem der HSV total nachließ und der VfB diese Möglichkeit zuwenig nutzte, denn die Gastgeber-Abwehr wirkte alles andere als sattelfest. Das 3:2 für die Hamburger stellte den Spielverlauf somit total auf den Kopf. Ein Sololauf von Mahdavikia, der über rechts an der Strafraumgrenze nach innen zog und Romeo mustergültig bediente, brachte die Entscheidung. Der Argentinier schloss in Gerd Müller-Manier unhaltbar ab (86.). Hätten die Schwaben ihre Vorteile im zweiten Durchgang besser genutzt, hätte das Ergebnis umgekehrt lauten müssen. So zeigte sich Coach Magath zum Spielende verständlicherweise verärgert.