Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Hertha BSC - 1. FC Nürnberg

Unbequemer Club zog sich zu früh zurück

Gab der Hertha-Abwehr wieder etwas Sicherheit: Marko RehmerGab der Hertha-Abwehr wieder etwas Sicherheit: Marko Rehmer

Die erste Halbzeit ließ sich in drei Blöcke aufteilen: Hertha - Club - Hertha hieß die Abfolge der Dominatoren. Auffällig hierbei war, dass es beide Teams verstanden, in ihren Druckphasen eine interessante Anzahl an Tormöglichkeiten zu erspielen - und zu vergeben. Da die Berliner zwei dieser Übergewichtsabschnitte für sich beanspruchen durften, lag die Versäumnisse auf ihrer Seite entsprechend höher. Preetz, Goor und Neuendorf seien hier hervorgehoben. Beim Gast aus Nürnberg, der zwischen der 20. und 30. Minute richtig Dampf machte und die Stevens-Elf zurückdrängte, war Jarolim dicht am Führungstreffer. Dieser fiel dann just in der zweiten Hertha-Phase, mitten in deren Drangperiode hinein. Nikl hatte Ciric "in die Gasse" geschickt, der scheiterte zwar erst am herauseilenden Fiedler, konnte den Nachschuss jedoch gedankenschnell ins Berliner Gehäuse lupfen (42.).

Hertha drängelte logischerweise nach der Pause auf den Ausgleich. Doch Mittelstürmer Preetz, in der Woche noch gegen Aberdeen der Matchwinner, versiebte, was es zu versieben gab und musste Luziao weichen (67.). Mittelpunkt im Hertha-Team war jedoch der unnachahmliche Marcelinho, dessen Laufpensum und Ballpräsenz verblüffte. Als der Club seine Offensivbemühungen dann völlig vernachlässigte, schlug der Brasilianer zwei Mal zu. Einmal nutzte er einen Frey-Fehler und spitzelte das Leder ins Netz (75.). Sieben Minuten vor Schluss nahm Marcelinho dann eine Goor-Flanke halbrechts im Strafraum mit der Brust an und platzierte das Spielgerät ins lange Eck. Der Club, der den Berlinern einiges abverlangte, zog sich zu früh zurück und ließ deshalb die Punkte in der Hauptstadt.

Spielstatistik Hertha BSC - 1. FC Nürnberg