Bundesliga

Spieltag

Spielbericht FC Energie Cottbus - Hertha BSC

Kaltblütige Herthaner

Das entscheidende 2:0 abgestaubt: Alexandre AlvesDas entscheidende 2:0 abgestaubt: Alexandre Alves

Mit nur einem Saison-Heimpunkt ausgestattet, gingen die Lausitzer angriffsfrech in die Begegnung und drückten die "Alte Dame" in die Defensive. Es wurden auch mannigfaltige Aktionen vor das Kiraly-Tor getragen, doch ebenso variantenreich vergeben. Gebhardt (Kopfball) und Topic (ans Außennetz) hatten die besten Möglichkeiten zur Führung. Hertha, wenig souverän in Abwehr und Spielaufbau, kam in der 22. Minute erstmals vernünftig an den Cottbuser 16er, wo Pinto von Beeck gefoult wurde. Den Freistoß aus halblinker Position platzierte Marcelinho ins lange (Piplica-)Eck: Torwartfehler. Auch dem weiteren Anrennen der Geyer-Elf fehlte in der Folgezeit der platzierte Abschluss. Der zweite brisante Konter der Berliner schockte den Gastgeber kurz vor dem Pausenpfiff. Friedrich hatte sich kraftvoll an der Strafraumgrenze Energies durchgesetzt, auf Alves ablegen können, der nur noch einschieben brauchte (44.).

Der zweite Durchgang fiel nun doch deutlich ab. Cottbus, nicht ohne kampfkräftiges Bemühen, immer mit etwas mehr Feldvorteilen ausgestattet, scheiterte zunehmend an der mittlerweile gut sortierten Hertha-Deckung. Kaluzny und Topic kamen zwar zu guten Chancen, fanden aber nicht das rechte Maß, um das Leder im Gäste-Tor zu versenken. Das Spiel verflachte zusehens, da die Berliner kaum mehr den echten Angriff suchten und sich die Cottbuser immer mehr in Ungenauigkeiten verzettelten. Der Sieg ging also an die kaltblütigen Herthaner.