Mit einem satten Ballack-Freistoß an den Pfosten war das Spiel in der dritten Minute eröffnet. Das Aluminium des BVB-Gehäuses wurde bereits vier Minuten später von den fleißig angreifenden Bayern erneut malträtiert. Santa Cruz köpfte eine Deisler-Ecke an die Latte und Makaay testete mit dem Abpraller den Außenpfosten. Auch Deisler reihte sich wenig später mit einem fulminanten Lattenschuss in die Gruppe der Alu-Prüfer ein. Dortmund hatte kaum die Chance, dem immensen FCB-Druck durch Entlastungsangriffe zu begegnen. In der 27. Minute brach der Bann. Deislers Freistoß von links verlängerte Ballack per Kopf ins kurze Eck. Die zurückgedrängten Borussen mussten zudem ab der 43. Minute ohne ihren Debütanten Brzenska auskommen, der nach einem Foul an Ballack Gelb-Rot sah.
Völlig überraschend glich Dortmund in der 49. Minute nach einem Fehler Lizarazus durch Kollers Direktabnahme aus. Bayerns Angriff nach dem Anstoß stellte jedoch eine Minute später den alten Torabstand wieder er. Sagnol hatte Deislers Flanke wuchtig eingeköpft. Die Münchener blieben zwar auch danach dominierend, doch die Zeit der Hochkaräter schien vorbei. Erst nach einer Zé Roberto-Ecke in der 72. Minute, die mit einer Kopfballstafette über Kuffour beim völlig freien Salihamidzic landete und von dort im kurzen Eck, hatten die Bayern die Punkte gegen die dezimierten Borussen eingefahren. Einmal Alu in der 90. (Kuffour) und im Nachsetzen das 4:1 durch Pizarro in der Nachspielzeit bildeten den Abschluss einer Partie, die Bayern fast neunzig Minuten bestimmte und gegen die stark ersatzgeschwächte Sammer-Elf auch in der Höhe verdient gewann.