Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Eintracht Frankfurt - VfL Wolfsburg

Die große Moral der Eintracht

Jentzsch war beim Elfer von Skela zwar in der richtigen Ecke, doch der Schuss war zu platziertJentzsch war beim Elfer von Skela zwar in der richtigen Ecke, doch der Schuss war zu platziert

Die Wolfsburger hatten 26 Gründe, diese Partie vorsichtig zu beginnen, denn soviel Tore bekam die nach Hannover 96 schlechteste Abwehr der Liga bislang ins eigene Netz. Preuß hatte als erster Akteur das 1:0 auf dem Fuß bzw. Kopf, doch erst den umgehend erfolgten Konter der Wölfe über den quirligen Menseguez, dessen Flanke nach schönem Dribbling zuerst abgewehrt wurde, platzierte Karhan im Nachschuss in die Eintracht-Maschen (13.). Dieser Treffer brachte nicht gerade Sicherheit ins Spiel der Gastgeber, das zwar bemüht die Offensive suchte, aber im Deckungsverhalten Mängel aufwies. Wieder war es Menseguez, der das nächste VfL-Tor einleitete. Zuvor hatte Nikolov einen Abschlag verbockt, den Klimowicz auf seinen Landsmann weiterleitete, dessen Flanke der Wölfe-Torjäger ins Tor grätschte (25.). Nun machte sich die Eintracht erst recht ans Werk und stürmte mit viel Risiko. Nach einer Ecke war es Preuß, der einen Meter vorm Tor die Weitergabe Schurs einlochte (33.). Nun zeigte sich der VfL etwas geschockt, hatte jedoch Glück, dass Skela zweimal knapp verfehlte.

Obwohl Möller schon früh mit einem Muskelfaserriss ausscheiden musste, spielte das Eintracht-Mittelfeld nach den Anfangsproblemen flüssig und gradlinig. Als Skela von Biliskov an einem Durchbruch an der linken Torlinie gehindert wurde, erhielt der Frankfurter einen Strafstoß, den er höchst selbst zum 2:2 einschoss (56.). Dieser Treffer beflügelte die Hausherren umso mehr und ließ reichlich Angriffswellen folgen. Von den Wölfen konnte man in Hälfte zwei nur noch enttäuscht sein. Wenig Ideen und kaum ein Aufbäumen war bei der Röber-Truppe auszumachen. Das 3:2 durch Beierle, der eine Lexa-Flanke von rechts ins lange Eck köpfte (73.), entsprach dem aktuellen Leistungsstand und zugleich VfL-Gegentor-Nr.-29. Nach einem katastrophalen Beginn hatte die Reimann-Elf Moral gezeigt und das Spiel in anerkennenswerter Weise gedreht.

Spielstatistik Eintracht Frankfurt - VfL Wolfsburg

Eintracht Frankfurt

-

VfL Wolfsburg

3:2 (1:2)

Bundesliga 2003/2004, 14. Spieltag
29.11.2003, 15:30 Uhr
Commerzbank-Arena (Frankfurt), 15.000 Zuschauer
Schiedsrichter: Jörg Keßler (Höhenkirchen)
Tore
0:1 Miroslav Karhan 13. (Rechtsschuss, Menseguez)
0:2 Diego Fernando Klimowicz 25. (Linksschuss, Menseguez)
1:2 Christoph Preuß 33. (Rechtsschuss, Schur)
2:2 Ervin Skela 56. (Foulelfmeter)
3:2 Markus Beierle 73. (Kopfball, Lexa)
Wechsel Frankfurt
Stefan Lexa
für Andreas Möller
(3,0)
(23.)
Sven Günther
für Chris
(3,0)
(60.)
Jurica Puljiz
für Du-Ri Cha
(―)
(80.)
Wechsel Wolfsburg
Martin Petrov
für Marko Topic
(4,0)
(58.)
Baiano
für Pablo Thiam
(―)
(77.)
Mirko Hrgovic
für Marino Biliskov
(―)
(83.)
Karten Frankfurt
Gelb für Stefan Lexa
Gelb für Markus Kreuz
Karten Wolfsburg
Gelb für Maik Franz
Gelb für Pablo Thiam
Gelb für Diego Fernando Klimowicz
Gelb für Hans Sarpei
Gelb für Martin Petrov