Schneider auf Berbatov - Drehschuss des Bulgaren - knapp vorbei. 50 Sekunden waren im Derby gerade einmal gespielt, als sich Bayer mit dieser Möglichkeit anmeldete. Doch der Favorit spielte keineswegs so zielstrebig weiter, sondern verzettelt sich zumeist vor dem Kölner Strafraum im Abwehrgewirr der Kölner. Die Domstädter hatten in der Vorwärtsbewegung indes große Probleme. Leverkusen fing nahezu alle FC-Versuche weit vor dem eigenen Strafraum ab. Doch die Werkself ließ sich hängen, agierte zurückhaltender in den Zweikämpfen und baute die Kölner zwangsläufig langsam auf. Nach einigen zaghaften Schüssen und Flanken setzte sich Voronin zentral im Strafraum durch, drehte sich um die eigene Achse und traf den Außenpfosten (33.). Bayer wurde wach und antwortete mit schnellen Gegenzügen. Zwei Mal schoss Bierofka (39. und 40.) dabei knapp vorbei.
Nach der Pause muckte zuerst Köln auf, doch Voronin und Podolski trafen das Gehäuse erneut nicht. Nach und nach entwickelten beide Teams verstärkten Offensivgeist und trauten sich mehr zu. Die gefährlichsten Szenen entwickelten sich jedoch bei etwaigen schnellen Gegenzügen. Die Ausnahme bildete ein Solo Nowotnys, der halblinks in den Kölner Strafraum einbrach, doch im Abschluss nur das Außennetz touchierte (63.). In der Folgezeit hatte Bayer weitere Vorteile, aber Köln in Wessels einen reaktionsschnellen Rückhalt im Tor. Nachdem auch Köln durch Podolski eine feine Konterchance vergab, war die zuletzt spannende Partie beendet. Köln belegte seinen Aufwärtstrend, während Bayer den Sprung auf Platz zwei verpasste.