Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Eintracht Frankfurt - Hamburger SV

Wächter rettete den HSV-Erfolg

Bot nicht nur beim Elfmeter von Skela eine starke Leistung: Stefan WächterBot nicht nur beim Elfmeter von Skela eine starke Leistung: Stefan Wächter

Vom besseren Start der Eintracht inkl. einer Beierle-Chance (5., Wächter klärte im Herauslaufen) ließen sich die Hanseaten nicht aus dem Konzept bringen. Das Mittelfeld der Gäste wirkte ballsicherer und die Abwehr stellte sich schneller auf den gegnerischen Angriff ein. Jarolim hatte eine aussichtsreiche Einschussmöglichkeit nach einer Viertelstunde, doch erst als zwei Minuten später Skela den Ball dreißig Meter vor dem Tor unglücklich nach hinten köpfte, Beinlich das Leder aufnahm und aus 25 Metern abzog, somit über den Umweg Innenpfosten unhaltbar traf, ging der HSV in Front. Frankfurt kam auch danach nicht ins Spiel, die Fehlerquote war zu hoch. Den Gästen fehlte aber vor dem Eintracht-Tor noch der zündende Funke, zudem wurden zwei schöne Aktionen des trickreichen Mahdavikia von Nikolov vereitelt.

Wenig Veränderungen der Kräfteverhältnisse bewirkten die Halbzeiteinwechselungen von Eintracht-Coach Reimann, den die Gastgeber bekamen vor allem den Iraner Mahdavikia kaum in den Griff. Eine Flanke vom linken Flügel auf den zweiten Pfosten schien bereits die Vorentscheidung zu bedeuten, denn Takahara kam knapp vor seinem Gegenspieler per Kopf an den Ball und nickte zum 2:0 ein (52.). Eine Minute später hob Skela einen Freistoß in den Strafraum der Gäste, der an mehreren Akteuren, die Keeper Wächter irritierten, vorbei ins Tor sprang. Der überraschende Anschlusstreffer weckte neue Kräfte bei den Hessen. Forechecking und der dazugehörige kämpferische Einsatz ließ Frankfurt immer öfter vor dem HSV-Tor auftauchen. Eine feiner Spielzug über Lexa und Cha (per Hacke) landete vor dem einschussbereiten Beierle, der per Direktabnahme ins Netz traf (64.). Ein offener Schlagabtausch folgte, denn das Mittelfeld wurde beidseitig nun schneller überbrückt. Nach mehreren guten Torchancen - u.a. für Kreuz und Takahara - belegten die Hamburger ihre wiedergewonnene mentale Stärke. Beinlich leitete per Fallrückzieher auf Barbarez in die Zentrale weiter und von der Torraumgrenze köpfte der "Bosnische Fußballspieler des Jahres 2003" zum 3:2 für die Gäste ein (85.). Im Schlussspurt der Eintracht zerrte Reinhardt vier Minuten später Frommer im Zweikampf am Trikot und musste einen Strafstoß hinnehmen. Wächter sprang jedoch ins von Skela anvisierte Eck und rettete dem HSV den knappen, aber verdienten Erfolg.

Spielstatistik Eintracht Frankfurt - Hamburger SV

Eintracht Frankfurt

-

Hamburger SV

2:3 (0:1)

Bundesliga 2003/2004, 17. Spieltag
16.12.2003, 20:00 Uhr
Commerzbank-Arena (Frankfurt), 21.000 Zuschauer
Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne)
Tore
0:1 Stefan Beinlich 17. (Linksschuss)
0:2 Naohiro Takahara 52. (Kopfball, Mahdavikia)
1:2 Ervin Skela 53. (Freistoß)
2:2 Markus Beierle 64. (Rechtsschuss, Cha)
2:3 Sergej Barbarez 85. (Kopfball, Beinlich)
Wechsel Frankfurt
Markus Kreuz
für Jurica Puljiz
(3,5)
(46.)
Stefan Lexa
für Geri Cipi
(4,0)
(46.)
Nico Frommer
für Alexander Schur
(―)
(88.)
Wechsel Hamburg
Collin Benjamin
für Naohiro Takahara
(―)
(73.)
Christian Rahn
für David Jarolim
(―)
(88.)
Lars Jacobsen
für David Jarolim
(―)
(90.)
Karten Frankfurt
Gelb für Jurica Puljiz
Gelb für Alexander Schur
Gelb für Henning Bürger
Karten Hamburg
Gelb für Bastian Reinhardt
Besondere Vorkommnisse: Skela verschießt Foulelfmeter (89.) - Wächter hält