Bundesliga

Spieltag

Spielbericht SC Freiburg - Hertha BSC

Freiburgs Tore kamen zu spät

An den ersten beiden Berliner Toren entscheidend beteiligt: Arne FriedrichAn den ersten beiden Berliner Toren entscheidend beteiligt: Arne Friedrich

Ohne Kruppke (gesperrt) und Coulibaly (Afrika-Cup) fehlten den Breisgauern zwei bewährte Kräfte des kreativen Aufbauspiels. Hertha ging sogleich intensiv in die Zweikämpfe und baute Druck über dieses Engagement auf, dem die Freiburger erst nach geraumer Anlaufzeit entgegenhalten konnten. Die erste Möglichkeit ergab sich dann für Berner, dessen Schuss von der Strafraumgrenze Fiedler gerade noch gegen die Querlatte ablenkte (15.). Das Spiel der Gastgeber lief nun flüssiger und ein Übergewicht blieb nicht aus. Tatsächlich erfolgreich waren jedoch die Gäste. Bobic legte nach einem Neuendorf-Zuspiel von der Strafraumgrenze auf Friedrich zurück, der aus gut 20 Metern flach ins linke Toreck traf (24.). Danach fanden die Berliner wieder besser in die Partie zurück, hatten jedoch Glück als Iaschwilis Kopfball von Fiedler gemeistert wurde (31.). Mit einem erneut erfolgreich abgeschlossenen Gegenzug, den "Zecke" Neuendorf per Lupfer technisch fein abschloss (44.; wieder war Friedrich entscheidend beteiligt), ging die Hans-Meyer-Elf noch vor dem Pausenpfiff 2:0 in Front.

Wären nicht die in dieser Saison regelmäßig auftauchenden individuellen Fehler der Berliner Abwehr auch in Freiburg ein Thema gewesen, hätten die mit harmlosen Mitteln angreifenden Gastgeber kaum mehr Tormöglichkeiten erhalten. Doch der Sport-Club nutzte diese wenigen sich ergebenen Lücken nicht zählbar aus. So lief das Team trotz Feldüberlegenheit gegen die Hertha-Abwehr-Mauer und in weitere Konter. So bekam Reina zwanzig Meter vor dem SC-Tor in der 63. Minute von Marcelinho in halblinker Position den Ball zugespielt. Mit einem wunderbaren Schlenzer über dem etwas zu weit vor dem Tor postierten Golz hinweg, gelang dem Ex-Dortmunder in seinem zweiten Spiel für die Berliner sein erster Treffer. Die Entscheidung schien gefallen, doch ein Eigentor Hartmanns, der Cairos Hereingabe unhaltbar abfälschte (76.) und ein verwandelter Foulelfmeter Tskitisvilis, nachdem Rafael Cairo heruntergezogen hatte, brachte Freiburg noch auf 2:3 heran. Die restliche Zeit reichte der verzweifelt angreifenden Finke-Elf jedoch nicht mehr, der keineswegs sattelfesten Hertha-Defensive noch ein weiteres Ei ins Netz zu legen. Freiburg war schlichtweg zu spät erwacht.

Spielstatistik SC Freiburg - Hertha BSC

SC Freiburg

-

Hertha BSC

2:3 (0:2)

Bundesliga 2003/2004, 20. Spieltag
14.02.2004, 15:30 Uhr
23.000 Zuschauer
Schiedsrichter: Michael Weiner (Giesen)
Tore
0:1 Arne Friedrich 24. (Rechtsschuss, Bobic)
0:2 Andreas Neuendorf 44. (Linksschuss, Friedrich)
0:3 Billy Reina 63. (Rechtsschuss, Marcelinho)
1:3 Michael Hartmann 76. (Eigentor)
2:3 Levan Tskitishvili 87. (Foulelfmeter, Rafael an Willi)
Wechsel Hertha BSC
Michael Hartmann
für Malik Fathi
(4,5)
(46.)
Nando Rafael
für Andreas Neuendorf
(3,0)
(65.)
Niko Kovac
für Marcelinho
(―)
(80.)
Karten Freiburg
Gelb für Wilfried Sanou
Karten Hertha BSC
Gelb für Arne Friedrich
Gelb für Andreas Neuendorf
Gelb für Billy Reina
Gelb für Nando Rafael