Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Hertha BSC - Eintracht Frankfurt

Hertha fiel in alte Unsitten zurück

Brillierte als stetiger Unruheherd im hessischen Angriff und traf zum Siegtreffer: Ioannis AmanatidisBrillierte als stetiger Unruheherd im hessischen Angriff und traf zum Siegtreffer: Ioannis Amanatidis

In der ersten Viertelstunde lief die Partie auf beiden Seiten äußerst stockend. Vor allem die Berliner begannen nervös und hatten große Probleme im Spielaufbau, während es bei den solideren Frankfurter erst ab dem gegnerischen Strafraum regelmäßig hakte. Nachdem Amanatidis die erste Tormöglichkeit vergeben hatte (16.), gingen die engagierten Gäste durch das erste Saisontor Chas in Führung. Skela hatte von links einen Freistoß vor das Hertha-Tor gezogen, den der Südkoreaner - sträflich alleingelassen - per Kopf ins lange Eck weiterleitete (18.). Auch im weiteren Verlauf lief die Kugel wesentlich flüssiger durch die hessischen Reihen, die sich wesentlich beweglicher als die ideenlosen Gastgeber zeigten. Im Gegensatz zu den abgemeldeten Hertha-Angreifern, von denen einzig Reina gute Ansätze zeigte, sorgten Amanatidis und Cha im Eintracht-Sturm regelmäßig für Unruhe, auch wenn die großen Tormöglichkeiten ausblieben. Enttäuschend spielte bei den Berlinern vor allem Regisseur Marcelinho, dessen Fehlerquote besonders hoch war.

Mit dem Vorsprung im Rücken überließen die Frankfurter der Meyer-Elf nach der Pause die Vorherrschaft, verteidigten allerdings geschickt und setzten immer wieder zu schnell vorgetragenen Kontern an, die jedoch kaum konsequent zuende geführt wurden. Die erste Torchance im zweiten Durchgang hatte Bobic, der sich mit einem Hechtkopfball nach Reina-Flanke durchsetzte, aber an Nikolov scheiterte (57.). Nun hatten die Berliner jedoch mehr Zug in den Aktionen und Niko Kovac gelang eine gefährlich Flanke vom rechten Flügel auf den zweiten Pfosten. Hier setzte sich Rafael resolut im Luftkampf gegen Günther durch und köpfte stramm zum Ausgleich in die Maschen (63.). Bereits zwei Minuten später schlug die Eintracht zurück. Der eingewechselte Lexa hatte sich am rechten Flügel durchgetankt und eine gutgetimte Flanke vors Berliner Tor geschlagen. Dort war der agile Amanatidis zur Stelle und nickte zum erneuten Vorsprung für die Hessen ein (65.). Es entwickelte sich in der Restspielzeit ein flottes, hin und her wogendes Spiel, wobei die Abwehrreihen jedoch kaum nennenswerte Torszenen zuließen. Da es den bemühten Berlinern in der Schlussphase aber nicht gelang, kreative Angriffe zu entwickeln, hatten die Hessen keine Probleme, den 2:1-Erfolg über die Zeit zu bringen.

Spielstatistik Hertha BSC - Eintracht Frankfurt

Hertha BSC

-

Eintracht Frankfurt

1:2 (0:1)

Bundesliga 2003/2004, 21. Spieltag
22.02.2004, 17:30 Uhr
Olympiastadion (Berlin), 37.400 Zuschauer
Schiedsrichter: Wolfgang Stark (Ergolding)
Tore
0:1 Du-Ri Cha 18. (Kopfball, Skela)
1:1 Nando Rafael 63. (Kopfball, Kovac)
1:2 Ioannis Amanatidis 65. (Kopfball, Lexa)
Wechsel Hertha BSC
Niko Kovac
für Sofian Chahed
(4,5)
(37.)
Marko Rehmer
für Josip Simunic
(―)
(68.)
Roberto Pinto
für Pal Dardai
(―)
(77.)
Wechsel Frankfurt
Stefan Lexa
für Du-Ri Cha
(3,0)
(62.)
Jurica Puljiz
für Markus Kreuz
(―)
(79.)
Andreas Möller
für Ioannis Amanatidis
(―)
(85.)
Karten Hertha BSC
Gelb für Dick van Burik
Karten Frankfurt
Gelb für Sven Günther
Gelb für Ingo Hertzsch
Gelb für Alexander Schur
Gelb für Ioannis Amanatidis