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Spielbericht VfL Bochum - FC Schalke 04 1:2 (1:0)

Van Duijnhovens Rekord nur ein kleiner Trost

Nach 911 Heimspielminuten erstmals wieder bezwungen: Rein van Duijnhoven
Nach 911 Heimspielminuten erstmals wieder bezwungen: Rein van Duijnhoven

Dass der FC Schalke 04 auswärts in dieser Saison besser zurecht kam, als vor eigenem Publikum, erschien den Zuschauern im Ruhr-Stadion anfangs wie ein Gerücht. Bochum dominierte das Derby, hatte allerdings Pech, dass Kläsener eine gute Möglichkeit für Hashemian rechtzeitig abblockte (5.). Einzig Hamit Altintop sorgte bei den Gästen durch Distanzschüsse für Gefahr. Sein erster Versuch prallte jedoch vom linken Pfosten ins Tor-Aus (8.). Während VfL Schlussmann van Duijnhoven den Heimspiel-Rekord ohne Gegentor des ehemaligen Schalkers Norbert Nigbuhr kurz darauf toppte, hatte sein Gegenüber Ünlü einen rabenschwarzen Tag erwischt. Der junge Türke unterlief u.a. eine Wosz-Flanke in der 24. Minute, so dass Meichelbeck per Kopf zum 1:0 für die Bochumer traf. Da sich der VfL danach merklich zurückzog, bekam Schalke wieder Oberwasser, doch Altintop vergab die beste Möglichkeit zum Ausgleich ebenso wie auf der Gegenseite Madsen, der nach einem weiteren Ünlü-Aussetzer per Kopfstoß an dem auf der Linie rettenden Kläsener scheiterte.

Während die Gastgeber im zweiten Durchgang vorwiegend auf ihre kompakte Abwehrarbeit vertrauten und nur noch sporadisch konterten, mühte sich Schalke ideenlos bei seinen Angriffen ab. Die Partie lieferte kaum noch Höhepunkte, denn die Unzulänglichkeiten in der Vorwärtsbewegung beider Teams dominierten. Punktuell kam es aufgrund von Abwehrfehlern nach einer Stunde wieder zu einigen wenigen Möglichkeiten. Wosz rettete z.B. nach einem Delura-Kopfball auf der Linie. Doch die immer passiveren Bochumer wurden in der 77. Minute zurecht bestraft. Nach einer Ecke leitete van Kerckhoven den Ball per Kopf auf den am linken Pfosten freien Kläsener weiter, der aus dieser kurzer Distanz zu seinem ersten Bundesligator kam. Als fünf Minuten später auch noch die VfL-Abseitsfalle misslang und Delura nach einem Vermant-Freistoß frei zum Kopfball kam, war die Wende perfekt (82.). Die verbliebene Zeit reichte zwar noch für zwei dicke VfL-Chancen, doch zuerst verpasste Madsen eine Wosz-Flanke und zuletzt reagierte Unsicherheitsfaktor Ünlü doch noch einmal glänzend, als er den Ball reflexartig zur Ecke lenkte. Bochum hatte sich zu lange auf der knappen Führung ausgeruht und Schalke unnötig noch einmal stark gemacht. Als kleiner Trost verblieb dem VfL der neue Van Duijnhoven-Rekord, der bei 911 Minuten ohne Heim-Gegentor abgestoppt wurde.

Spielstatistik VfL Bochum - FC Schalke 04 1:2 (1:0)
VfL Bochum - FC Schalke 04
1:2 (1:0)
Sa 27.03.2004, 15:30 Uhr, Ruhrstadion, Bochum
Bundesliga 2003/2004, 26. Spieltag
32.600 Zuschauer - Schiedsrichter: Knut Kircher (Rottenburg)
Tore:
 1:0  Martin Meichelbeck       24.  (Kopfball, Wosz
 1:1       Thomas Kläsener  77.  (Linksschuss, van Kerckhoven
 1:2       Michael Delura  82.  (Kopfball, Vermant
Aufstellung VfL Bochum (4,0):   Aufstellung FC Schalke 04 (4,0):
Rein van Duijnhoven (3,0)
Sören Colding (4,5)
Raymond Kalla (4,0)
Martin Meichelbeck (3,5)
Philipp Bönig (4,5)
Paul Freier (5,0)
Miroslav Stevic (4,0)
Tomasz Zdebel (4,0)
Dariusz Wosz (3,5)
Vahid Hashemian (4,0)
Peter Madsen (4,0)
  (5,5) Volkan Ünlü
(4,0) Fabian Lamotte
(3,5) Tomasz Waldoch
(4,0) Thomas Kläsener
(3,0) Nico van Kerckhoven
(5,0) Sergio Pinto
(3,0) Sven Vermant
(3,5) Levan Kobiashvili
(5,0) Jörg Böhme
(4,0) Hamit Altintop
(4,5) Ebbe Sand
Wechsel VfL Bochum:   Wechsel FC Schalke 04:
Delron Buckley ( — )
für Paul Freier (77.)   
Edu ( — )
für Philipp Bönig (88.)   
  (2,5) Michael Delura
   für Sergio Pinto (60.)
( — ) Tomasz Hajto
   für Fabian Lamotte (72.)
( — ) Eduard Glieder
   für Jörg Böhme (74.)
Karten VfL Bochum:   Karten FC Schalke 04:
Gelb für Peter Madsen
Gelb für Philipp Bönig
Gelb für Edu
   
Trainer: Peter Neururer   Trainer: Jupp Heynckes
Wenn ich so sehe, welchen Zirkus ein Stefan Effenberg oder Mario Basler um die eigene Person veranstaltet, wird mir schwindlig. Früher hätten wir die im Training ein paar Mal richtig weggegrätscht - dann wäre Ruhe gewesen!
(Bernhard Dietz)