Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Eintracht Frankfurt - SV Werder Bremen

Eher Glück als eine Ruhmestat

Bester Mann im Werder-Trikot und verantwortungsvoller Elfmeterschütze: Valerien IsmaelBester Mann im Werder-Trikot und verantwortungsvoller Elfmeterschütze: Valerien Ismael

Erwartungsgemäß bauten die Frankfurter gegenüber dem Werder-Angriff eine verstärkte Deckung auf und ließen nur Amanatidis und punktuell Cha im vorderen Bereich zurück, um mit etwaigen Gegenstößen zum Erfolg zu kommen. Doch Werder griff eher gemessen, ja teilweise behäbig und zudem äußerst durchsichtig an. Problemlos wurden die Abwehrreihen mit diesen Ansprüchen fertig, so dass sich die Partie spätestens nach zwanzig Minuten auf reine Mittelfeldaktionen beschränkte. Die Spielmacher auf beiden Seiten, Micoud und Skela, blieben weit unter ihren Möglichkeiten und die Angreifer allesamt harmlos. Dennoch hatte die erste Halbzeit einige wenige Torschüsse zu bieten, von Cha, Lisztes, Klasnic und Günther abgegeben, wobei der Frankfurter Verteidiger die größte Chance vergab, als er das leere Tor um einen guten Meter verfehlte (27.). Drei Minuten vor der Pause bekamen sich der Türke Davala und der Grieche Amanatidis nach einem Zweikampf an der Außenlinie in die Wolle, bearbeiteten sich mit Kopfnüssen und Schubsern, als ginge es darum, alte Konflikte zwischen den beiden Völkern wiederzubeleben, und durften dafür zeitig zum Duschen (42.).

Dass Cha nicht zu der Stürmerkategorie der "Knipser" zählt, wurde in den ersten guten Szenen der Eintracht nach dem Wechsel deutlich, als er zwei Mal aussichtsreich scheiterte. Werder tat sich auch in der Folgezeit schwer, das Frankfurter Abwehrbollwerk zu überwinden. Die Hereinnahmen von Borowski und Valdez für die enttäuschenden Micoud und Klasnic zahlten sich zudem anfangs nicht aus. Erst als der quirlige Valdez zu einem Solo ab der Mittellinie ansetzte, bis zum Strafraumrand vordrang, dort von Schur am Trikot gezupft wurde und in den Sechzehner fiel, erhielten die Bremer die große Chance zum Führungstreffer. Ismael übernahm die Verantwortung und jagte den Elfer hoch ins rechte Toreck (80.). Frankfurt versuchte es zwar in den letzten Minuten noch mit der Brechstange, doch es fehlten ihnen weitere, notwendige Mittel, Werders Abwehr zu gefährden. Kurz nachdem Skela einen Freistoß über das Tor der Bremer gesetzt hatte, wurde das Spiel abgepfiffen.

Spielstatistik Eintracht Frankfurt - SV Werder Bremen

Eintracht Frankfurt

-

SV Werder Bremen

0:1 (0:0)

Bundesliga 2003/2004, 28. Spieltag
10.04.2004, 15:30 Uhr
Commerzbank-Arena (Frankfurt), 33.000 Zuschauer
Schiedsrichter: Jürgen Jansen (Essen)
Tore
0:1 Valérien Ismaël 80. (Foulelfmeter, Schur an Valdez)
Wechsel Frankfurt
Uwe Bindewald
für Ingo Hertzsch
(―)
(73.)
Stefan Lexa
für Du-Ri Cha
(―)
(81.)
Mehmet Dragusha
für Markus Kreuz
(―)
(83.)
Wechsel Bremen
Nelson Valdez
für Ivan Klasnic
(3,0)
(55.)
Tim Borowski
für Johan Micoud
(4,0)
(55.)
Angelos Charisteas
für Ailton
(―)
(71.)
Karten Frankfurt
Gelb für Chris
Rot für Ioannis Amanatidis (42.)
Gelb für Henning Bürger
Gelb für Alexander Schur
Karten Bremen
Rot für Ümit Davala (42.)