Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Hannover 96 - 1. FC Köln

Klassenerhalt für Köln nur noch Theorie

Bester, aber auch glücklosester Mann auf dem Platz: Lukas PodolskiBester, aber auch glücklosester Mann auf dem Platz: Lukas Podolski

Die Lienen-Elf zeigte bereits in den ersten Minuten, dass sie keinesfalls gewillt war, sich von dem Tabellenletzten wieder in die ganz akute Abstiegszone herunterziehen zu lassen. So gingen die 96er engagiert in die Zweikämpfe, gewannen umgehend ein Übergewicht und hatten durch Brdaric nach drei Minuten eine Riesenmöglichkeit, doch der Torjäger scheiterte in Eins-zu-eins-Situation gegen FC-Keeper Wessels. Das seit einigen Partien extrem verjüngte Kölner Team ließ sich jedoch nicht lange hinten reindrücken und gestaltete die Partie alsbald ausgeglichen. Besonders die beweglichen Podolski und Streit fielen positiv auf und entwischten ihren Gegenspielern ein ums andere Mal. Doch nach den ersten flotten zehn Minuten verlagerte sich das Spiel immer mehr in die Zone zwischen den Strafräumen, wo die Spannung naturgemäß nicht so prickelt. Nach einer guten halben Stunde wurde Hannover wieder mutiger. Eine Idrissou-Flanke wurde von den Mitspielern zwar noch verpasst, doch beim nächsten Angriff klingelte es im Kölner Tor. Der offensivfreudige Cherundolo hatte sich am rechten Strafraumrand durchgedribbelt und weich geflankt. Christiansen köpfte die Kugel gegen den Innenpfosten - Brdaric war der schnellste der nachsetzenden Meute und drückte den Ball über die Linie (34.). Die beste FC-Antwort folgte sechs Minuten nach dem 1:0 durch Podolski: Pfosten. Doch auch auf der Gegenseite testete Mathis vor der Pause noch das Alu und Wessels reagierte glänzend bei dem anschließenden Kopfball von Brdaric.

Es schien ewig zu dauern, bis das Spiel im zweiten Durchgang wieder etwas Fahrt aufnahm. Doch Hannover legte seit dem Engagement von Lienen verstärktere Konzentration auf ein sicheres Abwehrfundament. Köln versuchte zwar eifrig hieran zu rütteln, doch bis auf Podolski, der immer wieder Gefahr heraufbeschwor, aber im Abschluss ohne Fortune blieb, drang kein Domstädter durch. Hannover legte seinerseits Wert auf Ordnung in Abwehr und Mittelfeld und baute geduldig darauf, dass sich vielleicht doch noch die ein oder andere Lücke ergeben würde. Von einem gefährlichen Idrissou-Heber abgesehen (65.), wurden diese Hoffnungen jedoch nicht erfüllt. Die Domstädter dagegen hatten in der Schlussphase noch einige Male den Ausgleich auf dem Fuß, doch Podolski (zwei Mal) und Scherz vergaben die dicken Chancen. Doch selbst ein Remis hätte den Kölner kaum weiter geholfen, so dass deren Planungen für die Zweite Liga in die nächste Phase gehen konnten.

Spielstatistik Hannover 96 - 1. FC Köln

Hannover 96

-

1. FC Köln

1:0 (1:0)

Bundesliga 2003/2004, 28. Spieltag
11.04.2004, 17:30 Uhr
27.200 Zuschauer
Schiedsrichter: Peter Sippel (München)
Tore
1:0 Thomas Brdaric 34. (Linksschuss, Christiansen)
Wechsel FC Köln
Moses Sichone
für Thomas Cichon
(4,0)
(41.)
Matthias Scherz
für Giovanni Federico
(3,5)
(56.)
Michael Lejan
für Albert Streit
(―)
(69.)
Karten Hannover
Gelb für Thomas Christiansen
Karten FC Köln
Gelb für Thomas Cichon
Gelb für Mustafa Dogan
Gelb für Matthias Scherz
Gelb für Moses Sichone