Schoss das Siegtor und brachte frischen Wind in den SVW-Angriff: Nelson ValdezDrei Minuten vor Spielbeginn ging im Weserstadion zum Auftaktspiel der 42. Bundesliga-Saison gar nichts mehr, denn der Strom war weg. Ein bei Bauarbeiten im Umfeld des Weserstadions gekapptes Hauptkabel hatte das Chaos ausgelöst. 66 Minuten später als geplant begann das mutmaßliche Spitzenspiel endlich, das für die erlittene Wartezeit nur bedingt entschädigte.
Während die Bremer in den ersten Minuten der Partie kaum etwas zuwege brachten, wirkten die Schalker von der unfreiwilligen Unterbrechung weniger betroffen, gingen konzentrierter in die Zweikämpfe und hatte im Feld Vorteile. Immerhin stand die mit Pasanen und Fahrenhorst neu formierte Abwehr des Deutschen Meisters relativ sicher und ließ nichts anbrennen. Nach elf Spielminuten gelang Klasnic zwar ein Schussversuch aus ca. 20 Metern, doch die Kugel zischte mehr als einen Meter über den Kasten von Rost. Ansonsten fehlte es dem Spiel an prickelnden Strafraumszenen, sieht man von einem Fast-Eigentor Ismaels ab, der von Fahrenhorst angeschossen wurde und einer Möglichkeit für Ailton, dessen Lupfer über den unnötig herauslaufenden Reinke hinweg am Außennetz aufschlug. Eine Minute vor dem Seitenwechsel hatte sich Klose allerdings am linken Flügel durchgesetzt, mit seiner Flanke Borowski erreicht, doch dessen Drehschuss zischte knapp am rechten Pfosten der Knappen vorbei.
Eine kleine Standpauke von SVW-Coach Schaaf zur Halbzeit dürfte wohl ausschlaggebend dafür gewesen sein, dass sich die Bremer nach dem Wechsel laufbereiter zeigten. Ihre Ideenlosigkeit in vorderster Linie konnten die Gastgeber indes nicht korrigieren. Hohe Bälle wurden eine Beute des sicheren Rost, im Abwehrzentrum Schalkes räumte vorwiegend Krstajic auf und Poulsen deckte Micoud erfolgreich zu. Da auch Ernst und Borowski nur Schmalkost ablieferten, hingen Klose und Klasnic vorne durch. Erst in der 70. Minute gab es wieder einen kleinen Aufreger. Krstajic war plötzlich allein vor Reinke aufgetaucht, legte sich die Kugel jedoch zu weit vor. Endlich kam dann mehr Bewegung in die enttäuschende Partie. Die eingewechselten Magnin und Valdez brachten Tempo und Zug ins SVW-Spiel, während sich bei Schalke Varela als treibende Kraft erwies. Die Entscheidung fiel in der 83. Minute nach einer Ecke Micouds. Ismael hatte per Kopf in Richtung zweiten Pfosten weitergeleitet, wo Valdez hinspritzte und mit langem Bein verwandelte. Im Gegenzug hatte Ailton frei vor Reinke die größte Ausgleichschance, doch der Torschützenkönig der Vorsaison vergab überhastet. Ein glücklicher Sieg für die Werderaner, deren Spiel nicht weniger als das der Heynckes-Truppe holperte.
SV Werder Bremen
| Tore | |||
|---|---|---|---|
| 1:0 | Nelson Valdez | 83. | (Linksschuss, Ismaël) |
Aufstellung Bremen![]() |
|
|---|---|
| Andreas Reinke | (3,5) |
| Petri Pasanen | (3,0) |
| Valérien Ismaël | (2,5) |
| Frank Fahrenhorst | (3,0) |
| Paul Stalteri | (4,0) |
| Tim Borowski | (3,5) |
| Frank Baumann | (3,5) |
| Fabian Ernst | (3,0) |
| Johan Micoud | (4,0) |
| Miroslav Klose | (4,5) |
| Ivan Klasnic | (3,0) |
Aufstellung Schalke |
|
|---|---|
| Frank Rost | (3,0) |
| Niels Oude Kamphuis | (4,0) |
| Tomasz Waldoch | (4,5) |
| Mladen Krstajic | (2,5) |
| Christian Pander | (3,0) |
| Christian Poulsen | (3,0) |
| Hamit Altintop | (4,5) |
| Sven Vermant | (4,0) |
| Levan Kobiashvili | (3,5) |
| Mike Hanke | (5,0) |
| Ailton | (4,0) |
Wechsel Bremen![]() |
|
|---|---|
| Ludovic Magnin für Paul Stalteri |
(2,0) (64.) |
| Nelson Valdez für Miroslav Klose |
(―) (74.) |
| Pekka Lagerblom für Fabian Ernst |
(―) (81.) |
Wechsel Schalke |
|
|---|---|
| Gustavo Antonio Varela für Hamit Altintop |
(3,5) (51.) |
| Michael Delura für Mike Hanke |
(5,0) (64.) |
| Lincoln für Sven Vermant |
(―) (81.) |
Karten Bremen![]() |
|
|---|---|
| keine |
Karten Schalke |
|
|---|---|
| Gelb für | Levan Kobiashvili |
Trainer Bremen![]() |
|---|
| Thomas Schaaf |
Trainer Schalke |
|---|
| Jupp Heynckes |