Nahm die Freiräume im Freiburger Strafraum dankend an: Sergej BarbarezEinem entschlossenen Gastgeber HSV standen zagende Gäste aus dem Breisgau gegenüber. Das Resultat - ein nie gefährdeter 4:0-Heimsieg. Sergej Barbarez ragte aus einem geschlossenen Hamburger Team heraus.
Ein neues HSV-Gefühl: Erstmals in dieser Saison lief die gleiche Elf auf, die auch die vorige Begegnung bestritt. Ziemlich neu auch die Spielweise der Elb-Kicker - schwungvoll und zielstrebig setzten die Hanseaten ihren Gegner gleich mächtig unter Druck. Den ersatzgeschwächten Freiburgern gelang es nicht, die hanseatischen Angreifer abzuschirmen und so klingelte es bereits nach fünf Minuten im SC-Kasten. Barbarez hatte Mpenza vorbildlich in Szene gesetzt und der Belgier nutzte die Chance eiskalt. Eine Vielzahl von klaren HSV-Möglichkeiten folgte; zudem geriet der Sportklub zusätzlich in Schwierigkeiten, da Diarra wegen einer Notbremse den Roten Karton sah (18.). Nach einer knappen halben Stunde gab der zwischenzeitliche 2:0-Spielstand die Kräfteverhältnisse besser wieder. Schlickes Flanke fand den Kopf von Barbarez, und der Bosnier überwand Golz aus kurzer Distanz. Freiburgs Keeper hatte zwar noch eine Hand am Ball, das Überschreiten der Torlinie konnte er jedoch nicht verhindern. Mit diesem Halbzeitstand war Freiburg noch gut bedient.
Die Hoffnung der Breisgauer, die in der Pause einen Doppelwechsel vornahmen, auf einen kontrollierten Auftakt in den zweiten Spielabschnitt zerschlugen sich schnell. Erneut war es der quicklebendige Sergej Barbarez, der das Spiel aufriss. Über links dribbelte er sich in den Sechzehner und erzielte aus spitzem Winkel mit einem Außenrist-Schuss die 3:0-Führung (52.). Nur fünf Minuten später prangte der Name des Bosniers erneut von der Anzeigetafel. Mpenza legte vor und Barabarez schoss zum 4:0-Endstand ein. Nach 70 Minuten durfte der dreifache Torschütze vorzeitig zum Duschen; an seiner Stelle sammelte Romeo noch etwas Spielpraxis. Die Hamburger spielten über die komplette Spielzeit wie aus einem Guss, auch der in den ersten Spielen enttäuschende „Paule“ Beinlich setzte die von ihm erwarteten Akzente in der Spieleröffnung. Fraglich blieb lediglich die Einschätzung des Erfolges, denn harmloser als die Freiburger, die keine einzige Torchance erarbeiteten, konnte man sich kaum präsentieren.
Hamburger SV
| Tore | |||
|---|---|---|---|
| 1:0 | Emile Mpenza | 5. | (Rechtsschuss, Barbarez) |
| 2:0 | Sergej Barbarez | 28. | (Kopfball, Schlicke) |
| 3:0 | Sergej Barbarez | 52. | (Linksschuss, Beinlich) |
| 4:0 | Sergej Barbarez | 57. | (Linksschuss, Mpenza) |
Aufstellung Hamburg![]() |
|
|---|---|
| Martin Pieckenhagen | (3,0) |
| Björn Schlicke | (2,5) |
| Khalid Boulahrouz | (2,5) |
| Daniel van Buyten | (3,0) |
| René Klingbeil | (3,0) |
| Raphael Wicky | (2,5) |
| David Jarolim | (3,0) |
| Stefan Beinlich | (2,0) |
| Sergej Barbarez | (1,0) |
| Emile Mpenza | (2,0) |
| Naohiro Takahara | (3,0) |
Aufstellung Freiburg |
|
|---|---|
| Richard Golz | (3,5) |
| Daniel Schumann | (5,5) |
| Youssef Mohamad | (6,0) |
| Boubacar Diarra | (5,0) |
| Tobias Willi | (5,0) |
| Dennis Kruppke | (5,0) |
| Sascha Riether | (5,5) |
| Ellery Cairo | (4,0) |
| Soumaila Coulibaly | (5,0) |
| Ibrahim Tanko | (5,5) |
| Wilfried Sanou | (5,5) |
Wechsel Hamburg![]() |
|
|---|---|
| Mehdi Mahdavikia für Stefan Beinlich |
(3,0) (62.) |
| Bernardo Romeo für Sergej Barbarez |
(―) (70.) |
| Collin Benjamin für Raphael Wicky |
(―) (81.) |
Wechsel Freiburg |
|
|---|---|
| Stefan Müller für Ibrahim Tanko |
(5,0) (46.) |
| Regis Dorn für Wilfried Sanou |
(4,5) (46.) |
| Dennis Aogo für Sascha Riether |
(―) (70.) |
Karten Hamburg![]() |
|
|---|---|
| Gelb für | Björn Schlicke |
Karten Freiburg |
||
|---|---|---|
| Gelb für | Tobias Willi | |
| Rot für | Boubacar Diarra | (18.) |
Trainer Hamburg![]() |
|---|
| Thomas Doll |
Trainer Freiburg |
|---|
| Volker Finke |