Bundesliga

Spieltag

Spielbericht SC Freiburg - Hertha BSC

Hertha überlegt und konsequent

An zwei Hertha-Toren maßgeblich beteiligt: Nando RafaelAn zwei Hertha-Toren maßgeblich beteiligt: Nando Rafael

Ohne neun mutmaßlich zur Stammelf gehörige Kicker waren die Freiburger gegen die Berliner auf Schadensbegrenzung eingestimmt. Doch die Gäste von der Spree ließen das SC-Handicap nicht ungenutzt verstreichen.

Die Spielkontrolle hatten die Berliner bereits nach wenigen Minuten übernommen. Freiburg spielte einfach zu durchsichtig und fehlerhaft, während die Gäste in den Zweikämpfen spritziger wirkten und in Kovac als Abfangjäger sowie Marcelinho als Einfädler dominierende Akteure aufboten. Torchancen für die Götz-Elf blieben somit nicht aus. Rafael (13. und 21.) und Gilberto (19.) versagten jedoch in aussichtsreichen Situationen. Kruppke leitete mit einem Fernschuss, den Fiedler prächtig parierte, in der 23. Minute die ersten Gegenschläge ein. Zwei Minuten später preschte plötzlich Cairo über halbrechts in den Strafraum und bezwang den chancenlosen Fiedler mit seinem Flachschuss ins lange Eck. Freiburg überließ Hertha danach wieder die Initiative, hielt den knappen Vorsprung aber nur bis zur 36. Minute. Über Gilberto und Marcelinho landete die Kugel bei Rafael, der aus gut vier Metern ins kurze Eck traf. Ein weiterer Treffer gelang den weiterhin überlegenen Berlinern vor der Pause allerdings nicht.

Auch nach dem Wiederanpfiff das gleiche Bild. Freiburg stand tief, aber keineswegs sicher und Hertha stürmte überlegt und konsequent weiter. Fünf Minuten waren die Kicker wieder auf dem Platz als Marcelinho vor dem Strafraum in die halblinke Spitze passte, wo Rafael Schumann geschickt ausblockte und Gilberto in Schussposition brachte. Der Brasilianer schob den Ball kaltblütig ins rechte Toreck (50.). Die Finke-Truppe konnte sich in der Folgezeit oft nur durch kleine Fouls der Berliner Dominanz erwehren, was in der 62. Minute zu einem Elfmeter führte, den Stefan Müller an Gilberto verursacht hatte. SC-Kapitän Golz meisterte den Strafstoß jedoch mit tollem Reflex. Das 3:1 fiel dennoch bereits eine Minute danach. Madlung hatte eine Marcelinho-Freistoß-Flanke an die Querlatte geköpft und Friedrich den Abpraller ins leere Tor eingenickt. Verzweifelte Gegenwehr konnte den Freiburgern im letzten Abschnitt zwar attestiert werden, doch ins gegnerische Tor bekamen die Breisgauer den Ball nicht mehr, auch wenn Cairo per Freistoß noch einmal das Alu-Gestänge testete (78.). Selbst ein Platzverweis gegen Madlung (81., der tatsächliche Täter war allerdings van Burik), nach einer Tätlichkeit im Mittelfeld gegen Dorn, half dem Sport-Club nicht mehr weiter. Hertha hielt den Zwei-Tore-Vorsprung bis zum Abpfiff.

Spielstatistik SC Freiburg - Hertha BSC

SC Freiburg

-

Hertha BSC

1:3 (1:1)

Bundesliga 2004/2005, 11. Spieltag
30.10.2004, 15:30 Uhr
23.000 Zuschauer
Schiedsrichter: Wolfgang Stark (Ergolding)
Tore
1:0 Ellery Cairo 25. (Rechtsschuss, Coulibaly)
1:1 Nando Rafael 36. (Linksschuss, Marcelinho)
1:2 Gilberto 50. (Rechtsschuss, Marcelinho)
1:3 Arne Friedrich 63. (Kopfball, Madlung)
Wechsel Freiburg
Regis Dorn
für Alexander Iashvili
(4,0)
(63.)
Karten Freiburg
Gelb für Alexander Iashvili
Gelb für Ellery Cairo
Gelb für Daniel Schumann
Gelb für Soumaila Coulibaly
Karten Hertha BSC
Gelb für Niko Kovac
Gelb für Arne Friedrich
Gelb für Dick van Burik
Rot für Alexander Madlung (81.)
Gelb für Marcelinho
Gelb für Oliver Schröder
Besondere Vorkommnisse: Marcelinho verschießt Foulelfmeter (62.) - Golz hält (Stefan Müller an Gilberto)