Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Bayer Leverkusen - SC Freiburg

Augenthalers Einwechslungen als Volltreffer

Leitete die Wende der Partie ein: Paul FreierLeitete die Wende der Partie ein: Paul Freier

Mit fünf Niederlagen aus den letzten sechs Spielen im Gepäck waren die Breisgauer nach Leverkusen gereist. Auf der Rückreise war die Last für die Finke-Elf erwartungsgemäß nicht geringer geworden.

Dabei sah es für die Gäste im ersten Durchgang richtig gut aus. Bayer spielte gehemmt und übervorsichtig, während Freiburg erfolgreich auf Konter lauerte. Nach einer Viertelstunde meisterte Golz den ersten Torschuss des Matches (Berbatov), doch die SC-Chancen, die folgen sollten, waren von höherer Qualität. Coulibaly wurde bei seinem ersten Durchbruch noch zu weit nach rechts abgetrieben, so dass ihm nur noch ein Schuss ans Außennetz gelang. Leverkusens Angriff blieb auch danach stumpf, denn die Schwarzwälder blockten personalintensiv ab und ließen kaum Strafraumszenen zu. Nach einer knappen halben Stunde entwischte Coulibaly erneut seinen Häschern. Diesmal traf der Mann aus Mali jedoch per Flugkopfball nach einer passgenauen Flanke Cairos vom linken Flügel (29.). Bayer erhöhte zwar das Tempo bis zum Halbzeitpfiff und hatte auch durch Berbatov den Ausgleich "auf dem Kopf", doch Golz war zur Stelle. SC-Ligadebütant Aogo (17 Jahre jung) hatte kurz zuvor auf der Gegenseite das 2:0 verpasst.

Der bislang in Leverkusen zumeist enttäuschende Paul Freier leitete, frisch eingewechselt, gleich nach dem Wiederanpfiff die Wende ein. Zuerst traf er nach einer zu kurzen SC-Abwehr mit trockenem Schuss ins Schwarze (49.). Vier Minuten später bediente der Nationalspieler Krzynowek, dessen Schuss von der Strafraumgrenze wie ein Strich flach einschlug. Das Durcheinander in der Freiburger Deckung war danach immens. Hätte sich Golz nicht mehrfach ausgezeichnet, wären die Treffer drei und vier bereits früher gefallen. Zudem musste Mohammad nach Gelb-Rot frühzeitig in die Nasszelle (66.). Trotzdem gelang es der Werkself erst in den Schlussminuten, den Sieg hochzuschrauben. Erneut war der wie aufgedreht wirbelnde Freier umjubelter Torschütze - und Voronin hatte assistiert (88.). Nach Vorlage von Babic kickte der Ukrainer den Ball dann abschließend zum 4:1 selbst ins SC-Tor (90.). Während Bayer-Coach Augenthaler mit seinen Einwechslungen Freier, Voronin und Babic Volltreffer landete, rutschte Freiburg ein weiteres Stück tiefer in den Tabellenkeller, auch wenn Trainer Finke aufsteigende Tendenz erkannt haben wollte.

Spielstatistik Bayer Leverkusen - SC Freiburg

Bayer Leverkusen

-

SC Freiburg

4:1 (0:1)

Bundesliga 2004/2005, 12. Spieltag
06.11.2004, 15:30 Uhr
22.500 Zuschauer
Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne)
Tore
0:1 Soumaila Coulibaly 29. (Kopfball, Cairo)
1:1 Paul Freier 49. (Rechtsschuss)
2:1 Jacek Krzynowek 53. (Rechtsschuss, Freier)
3:1 Paul Freier 88. (Rechtsschuss, Voronin)
4:1 Andrej Voronin 89. (Rechtsschuss, Babic)
Wechsel Leverkusen
Paul Freier
für José Roque Junior
(1,0)
(46.)
Marko Babic
für Robson Ponte
(2,5)
(46.)
Andrej Voronin
für Franca
(―)
(87.)
Wechsel Freiburg
Roda Antar
für Wilfried Sanou
(4,5)
(46.)
Bruno Berner
für Dennis Aogo
(5,0)
(63.)
Oumar Kondé
für Dennis Kruppke
(―)
(73.)
Karten Leverkusen
Gelb für José Roque Junior
Gelb für Hanno Balitsch
Karten Freiburg
Gelb für Wilfried Sanou
Gelb für Sascha Riether
Gelb-Rot für Youssef Mohamad (66.)
Gelb für Dennis Aogo