Aufsteiger Bielefeld ging gegen die Mecklenburger Inhaber des letzten Tabellenranges als Favorit in die Partie, hatte gegen die gut gestaffelte Hansa-Defensive allerdings mehr Probleme als erwartet.
Die leichte Überlegenheit der Arminen in den ersten Spielminuten brachte die Hansa-Kogge nicht ins Wanken. Im Gegenteil, denn die Gäste verzeichneten nach acht Uhrzeigerumdrehungen die erste gute Torchance durch einen Allbäck-Kopfball, den Hain bravourös über die Latte faustete. Eine verunglückte Flanke Buckleys in der 16. Minute blieb vor der Pause für die leicht dominierenden Bielefelder allerdings die einzige Ausbeute. Schober hatte bei dem schwierigen Ball gut aufgepasst. Ansonsten verfingen sich die Hausherren im vielbeinigen Abwehrgestrüpp der Rostocker, die nicht selten mit überaus rustikalem Einsatz ihr Gehäuse verteidigten. Das probate Mittel der Arminen, über die Flügel die Hansa-Deckung aufzureißen, gelang kaum, da Buckley links wirkungslos blieb und es Owomoyela auf der rechten Außenbahn meist mit zwei, drei Gegnern zu tun hatte und zu wenig kreative Unterstützung erhielt. Kam der erstmals von DFB-Coach Klinsmann Berufene, wie in der 45. Minute, doch einmal zu einer Flanke, zielte Dammeier knapp am Hansa-Kasten vorbei. Da auch Vata trotz guter Ballbehauptung nicht zum Abschluss kam, wurden mit 0:0 die Seiten gewechselt.
Rostock startete besser in den zweiten Durchgang und ging nach 52 Minuten in Front. Lantz hatte den Ball im Mittelfeld direkt in den Lauf di Salvos weitergeleitet, der über halblinks bis in den Strafraum vordrang und ins lange Eck vollendete. Bielefeld erhöhte den Einsatz nach dem Rückstand merklich und drückte vehement auf den Ausgleich. Nach 64 Minuten lag der Ball dann auch im Netz der Gäste. Prica hatte sich am eigenen Strafraum einen Fehlpass auf Skela geleistet, dessen Flanke auf den kopfballstarken Owomoyela vom mutmaßlichen Neu-Nationalspieler in toller Manier verwertet wurde. Arminia entfachte in der verbliebenen Zeit zwar großen Druck auf die Gäste-Defensive, kam aber zu selten in aussichtsreiche Schusspositionen. Einzig der starke Owomoyela zog in der 76. Spielminute gefährlich ab, fand im famos reagierenden Schober jedoch seinen Meister. Ansonsten ließ sich die stabile Hansa-Abwehr nicht mehr erschüttern und erkämpfte mit Hilfe der weit zurückhängenden Kollegen aus der Offensivabteilung das nicht unverdiente Remis.